Wissenschaftlicher Lenkungsausschuss verabschiedet neue BSE-Tests und einen Leitfaden zu GVO
Auf seiner Plenarsitzung am 6. und 7. März nahm der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA) 15 Stellungnahmen und Berichte zu Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE), zu genetisch veränderten (GV) Pflanzen sowie zur Harmonisierung der Risikobewertungsverfahren an. Im Bereich TSE nahm der Ausschuss einen Bericht zur Auswertung der Felderprobung zweier neuer BSE-Post-mortem-Schnelltests an, die anhand von bereits zugelassenen Tests evaluiert wurden. Man geht davon aus, dass diese Tests zur Stärkung des Wettbewerbs in diesem Bereich beitragen werden. Der Ausschuss empfahl die formelle Verabschiedung dieser Tests im Rahmen der TSE-Verordnung (999/2001). Weitere wichtige Stellungnahmen im Bereich TSE, die angenommen wurden, beziehen sich auf die chronische Schwundkrankheit und Gewebe, das Risiko einer Verbreitung der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (GBR - Geographical BSE-Risk) und das BSE-Risiko des autonomen Nervensystems bei Rindern. Der Ausschuss nahm weiterhin einen Leitfaden für die Risikobewertung genetisch veränderter Pflanzen und daraus gewonnener Lebens- und Futtermittel an. In der Stellungnahme zum Bericht hob der Ausschuss die Notwendigkeit einer regelmäßigen Aktualisierung des Risikobewertungsleitfadens in diesem Bereich hervor, um die Industrie bei der Beantragung von Produktzulassungen ausreichend zu informieren. Im Rahmen seiner Bemühungen um die Harmonisierung der Risikobewertungsverfahren nahm der Ausschuss einen Bericht über die ökologische Risikobewertung von Chemikalien sowie einen Bericht über die Risikobewertung für Tierpopulationen mit Schwerpunkt auf wildlebenden Tieren an.