Französische Regierung hebt Entscheidung zur Kürzung der Haushaltszuweisungen für Forschung wieder auf
Die französische Regierung wird ihren Plan zur Kürzung der Haushaltszuweisungen für französische Forschungs- und Technologieverbände nicht umsetzen. Auf einem Kolloquium zur Innovation am 9. April erklärte Claudie Haigneré, französische Ministerin für Forschung und neue Technologien, die Mehrzahl der Mitte März angekündigten Haushaltskürzungen würde nicht realisiert werden. Auch die Einfrierung der Mittelbereitstellung für genehmigte Forschungsprogramme wird vollständig aufgehoben. Die Kürzungen waren nach der Abstimmung der französischen Regierung über den Haushalt für 2003 im März bekannt gegeben worden, in dem eine Senkung der allgemeinen öffentlichen Ausgaben angestrebt wurde. Seither haben Forscher mit Protestveranstaltungen in französischen Groß- und Kleinstädten und per Internet gegen die Kürzungen demonstriert. Nach Aussage der Ministerin können die Wissenschafts- und Technologiegremien und -verbände nun jedoch aufatmen. Dank der Aufhebung der geplanten Kürzungen und dem Übertrag der Zuweisungen von 2002 steht den Forschungsorganisationen nach Aussage von Frau Haigneré für 2003 eine Summe zur Verfügung, die die Aufwendungen von 2002 abdeckt. Effektiv erwägen die öffentlichen Stellen nun eine Senkung der Haushaltszuweisungen um zehn Prozent statt der ursprünglich geplanten 30 Prozent.
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