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Smart Food and Agribusiness: Future Internet for Safe and Healthy Food from Farm to Fork

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 285326

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 April 2011

  • Enddatum

    31 März 2013

Finanziert unter:

FP7-ICT

  • Gesamtbudget:

    € 7 364 967

  • EU-Beitrag

    € 4 974 000

Koordiniert durch:

STICHTING WAGENINGEN RESEARCH

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Neue und innovative mobile Apps für intelligente Landwirtschaft

Das EU-finanzierte Projekt SMARTAGRIFOOD2 entwickelte innovative Ideen für eine intelligente Landwirtschaft, indem es die Gründung erfolgreicher Unternehmen förderte.

Lebensmittel und natürliche Ressourcen
© igorstevanovic, Shutterstock

Das "Internet der Dinge" hält nun auch in der Landwirtschaft Einzug, von Detektoren für Bodenqualität bis hin zu Sensoren für die Paarungsbereitschaft von Rindern. Ein EU-finanziertes Projekt soll diese Entwicklung über eine Cloud-Computerarchitektur fördern und damit Möglichkeiten für intelligente Landwirtschaft eröffnen. SMARTAGRIFOOD2 stellte für kleine Unternehmen und Web-Entwickler technische Unterstützung und Finanzierung bereit, um innovative Ideen in neue Anwendungen und Unternehmensdienste für Landwirte umzusetzen. "Zwischen Januar und September 2016 erwirtschafteten die von uns unterstützten Unternehmen einen Gesamtumsatz von 2,5 Mio. Euro und schufen 41 neue Arbeitsplätze", sagt George Beers, Projektkoordinator von SMARTAGRIFOOD2. Das Projekt baut auf dem EU-Vorgängerprojekt SMARTAGRIFOOD auf, das Cloud-FIRWARE-Architekturen speziell an die Bedürfnisse im Agrarsektor anpassen sollte. SMARTAGRIFOOD2 veröffentlichte dann eine Ausschreibung für innovative Ideen, bei der 50 von 158 teilnehmenden Firmen den Zuschlag für die Entwicklung ihrer mobilen Apps erhielten. Nach der ersten Projekthälfte schafften es 17 von ihnen in die nächste Runde, und drei davon wurden wegen ihres besonderen Potenzials mit zusätzlichen Mitteln gefördert. Alle 17 Projekte realisierten ihre Ideen mithilfe von FIWARE. Erfolge zeigte sich bei den Projekten insbesondere bei einer App, die kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetrieben einfache und günstige Lösungen für Finanzmanagement und -analysen bietet. Ein anderes Unternehmen entwickelte Sensoren für die Nitratverteilung im Boden, damit Landwirte Düngemittel nur bei wirklichem Bedarf einsetzen und so den Gesamtverbrauch reduzieren. Ein weiteres gefördertes Projekt entwickelte eine mobile App, die Imkern Echtzeitdaten etwa zur Populationsdichte und zu Krankheitsbefall in den Bienenstöcken liefert, sodass sie bessere Kontrollen durchführen können. Schließlich entwickelte ein Projekt eine Anwendung mit Informationen zur Bewässerung, die anzeigt, wann und wie viel Wasser die Pflanzen benötigen, um dabei Kosten um bis zu 30 % zu senken. Eine weitere erfolgreiche App liefert Landwirten unmittelbare Daten zu Pflanzenschädlingen und Krankheiten und für Ziegen- und Schafzüchter Entscheidungshilfen für die Managementplanung.Viele der Apps liefern über Smartphones Daten, wenn der Bauer direkt auf dem Feld oder im Stall arbeitet, damit er dort vor Ort entsprechend entscheiden kann. Umstellung auf Präzisionsackerbau All diesen Projekten liegt die Maßgabe zugrunde, die Agrarproduktion und Qualität durch so genannten "Präzisionsackerbau" zu steigern. Dieser liefert sehr viel genauere Informationen zu benötigten Ressourcen wie Treibstoff und Düngemitteln, für die Kontrolle des Gesundheitszustandes von Tieren und Pflanzen und weitere Daten, um die Ziele bei ökologischer Nachhaltigkeit, Tierschutz, Lebensmittelsicherheit und Ertragssteigerung zu erreichen. Beers geht davon aus, dass die Ergebnisse auch nach Projektende die künftige Entwicklung prägen werden. "Das im Projekt entwickelte "Ökosystem" kann die Digitalisierung im Agrar- und Ernährungssektor voranbringen, da nun ein erster Kontakt zwischen Nahrungsmittelproduzenten und intelligenten Internetgeräten hergestellt ist", sagt er. Zudem setzten einige der Projektpartner ihre Zusammenarbeit über IOF2020 fort, ein laufendes, groß angelegtes Pilotprojekt für das "Internet der Dinge" unter Horizont 2020, das seit Februar 2017 und bis Dezember 2020 läuft. Das Projekt wurde mit EU-Fördermitteln in Höhe von fast 30 Mio. EUR unterstützt und wird viele der in SMARTAGRIFOOD2 konzipierten Prozesse und Innovationen vorantreiben.

Schlüsselbegriffe

SMARTAGRIFOOD2, mobile App, Präzisionsackerbau, SMARTAGRIFOOD, Unternehmertum

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 285326

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 April 2011

  • Enddatum

    31 März 2013

Finanziert unter:

FP7-ICT

  • Gesamtbudget:

    € 7 364 967

  • EU-Beitrag

    € 4 974 000

Koordiniert durch:

STICHTING WAGENINGEN RESEARCH

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