Busquin: Sensibilisierung für geistige Eigentumsrechte für FuE in der EU entscheidend
EU-Forschungskommissar Philippe Busquin unterstrich auf der Konferenz PATLIB zu Patentinformationen, die am 21. Mai in Lüttich (Belgien) stattfand, die Bedeutung einer verbesserten Ausbildung und eines erhöhten Informationsaustauschs zu Themen rund um das geistige Eigentum (IP - Intellectual Property) unter Wissenschaftlern. In seiner Begrüßungsrede sagte Busquin, dass Wissenschaftler besser über IP-Fragen informiert werden müssten, um die Forschungs- und Innovationsbasis Europas zu verbessern und die Beziehungen zwischen Hochschulen und Industrie auszubauen. Hinsichtlich der Rolle der Kommission bei der Erleichterung des Informationstransfers bezog sich Busquin auf Maßnahmen im Aktionsplan der EU für Forschung, die die Beziehungen zwischen Hochschulen und der Industrie sowie Fragen zum geistigen Eigentum behandeln, um das Ziel zu erreichen, drei Prozent des BIP in die Forschung zu investieren. "So schlägt die Kommission vor, dass alle Studenten in den Bereichen Wissenschaft, Technik und Wirtschaft grundlegende Informationen über geistiges Eigentum und Technologietransfer erhalten", führte er aus. Neben diesen Maßnahmen sollen mit Hilfe des Aktionsplans europäische Leitlinien für den Umgang mit und die Nutzung von Rechten des geistigen Eigentums in öffentlichen Forschungseinrichtungen und öffentlich-privaten Partnerschaften ausgearbeitet werden. Weitere EU-Initiativen wie das Gemeinschaftspatent und die Mitteilung der Kommission "Die Rolle der Universitäten im Europa des Wissens" sollen ebenfalls zu einer Verbesserung des Patentsystems beitragen und für IP-Themen sensibilisieren.