Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Aufrechterhaltung und weitere Entwicklung von Kommunikationsnetzen - GÉANT
Die Europäische Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Aufrechterhaltung und weitere Entwicklung des Kommunikationsnetzes GÉANT unter der Aktivität "Unterstützung der Forschungsinfrastrukturen" des Sechsten Rahmenprogramms veröffentlicht. Dies ist einer der Bereiche, die vom spezifischen Programm "Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" abgedeckt werden. Das neue GÉANT-Netz wird gegenüber dem Netz, das sich aus dem GN1-Projekt des RP5 ergeben hat, einen bedeutenden Fortschritt darstellen, und zwar in Bezug auf Dienste, angeschlossene Gemeinschaften, geografische Abdeckung, Bandbreite und Fähigkeit zur Übernahme wichtiger neuer Technologien. Um zur Festigung und Stärkung der Position Europas bei der Bereitstellung eines Hochgeschwindigkeitskommunikationsnetzes mit hoher Kapazität für alle Wissenschaftler in Europa (GÉANT) beizutragen, muss ein Vorschlag zu diesem Bereich darauf abzielen, - die Dienste und Funktionsmerkmale des bestehenden, aus dem GN1-Projket des RP5 entstandenen GÉANT-Netzes zu erhalten und weiter auszubauen. Der Bedarf an Bandbreite steigt ständig; deshalb muss die Kommunikationsgeschwindigkeit in den dreistelligen Gigabit/s-Bereich gesteigert und in einem effizient verwalteten alltagstauglichen Netz genutzt werden. Dabei ist die Einbindung jüngster technologischer Fortschritte in den Bereichen Fotonik, Lambda-Management usw. sehr wichtig. - die Bereitstellung durchgehender Verbindungen und Dienste (von Nutzer zu Nutzer) zu fördern, indem sie ein hohes Maß an Gleichlauf und Koordinierung der Prioritäten zwischen den zusammengeschalteten nationalen Forschungs- und Bildungsnetzen gewährleisten. Untersucht werden sollte der Einsatz innovativer Techniken bei der Verwaltung unterschiedlicher Aspekte (etwa dem Thema Vertrauen, und die Verwendung von Technologien wie "Agenten"). - die "Einschließlichkeit" der Forschungsnetzinfrastruktur durch Berücksichtigung der Anforderungen verschiedener einschlägiger Akteure (z.B. Schulen, Bildungsnetze, Büchereien, Hersteller elektronischer Lernprogramme) zu verbessern. - die Dienste effizient zu unterstützen und zur Integration von Forschungsprojekten über die Netzinfrastruktur beizutragen. - ein Musterbeispiel für ein "Netz der nächsten Generation" aufzubauen, indem die Ergebnisse fortschrittlicher Versuchskonfigurationen in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und Netzbetreibern frühzeitig einbezogen werden. - die Möglichkeiten eines liberalisierten Telekommunikationsumfeldes zu nutzen ("eigene" Kabel, "eigenes" Netz usw.). - Europas Position als "weltweiter Spieler" auf dem Gebiet der Vernetzung durch Aufrechterhaltung der derzeitigen internationalen Zusammenschaltungen und deren Erweiterung auf die nationalen Forschungs- und Bildungsnetze in Regionen außerhalb Europas (z.B. Mittelmeerraum, Ferner Osten und Pazifikrand, Afrika, Südamerika) zu stärken. Das strategische Ziel einer Aufrüstung des GÉANT-Netzes erfordert die Einbeziehung der nationalen Forschungs- und Bildungsnetze. Bezüglich der Spezifizierung der Instrumente, die in diesen Bereichen verwendet werden sollen, wird in der Aufforderung die Anwendung einer integrierten Infrastrukturinitiative gefordert. Antragstellern wird empfohlen, den vollständigen Ausschreibungstext unter der unten angegebenen Adresse zu konsultieren, um sich über die spezifischen Instrumente für die einzelnen Bereich zu informieren. Die gesamte vorläufige Mittelzuweisung für diese Ausschreibung beträgt 100 Millionen Euro.Die Ausschreibung ist abrufbar unter: http://fp6.cordis.lu/fp6/call_details.cfm?CALL_ID=71(öffnet in neuem Fenster)