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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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Neues Schiff bietet einzigartige Möglichkeiten für die europäische Meeresforschung

Ein neues, mit hochmoderner Technologie ausgestattetes Meeresforschungsschiff wurde im Rahmen des großangelegten Infrastrukturprojekts der EU in Bergen (Norwegen) vom Stapel gelassen. Die G.O Sars, so der Name des Schiffs, wurde im Auftrag des Bergener Betriebs für marine Nah...

Ein neues, mit hochmoderner Technologie ausgestattetes Meeresforschungsschiff wurde im Rahmen des großangelegten Infrastrukturprojekts der EU in Bergen (Norwegen) vom Stapel gelassen. Die G.O Sars, so der Name des Schiffs, wurde im Auftrag des Bergener Betriebs für marine Nahrungsmittel entwickelt, um die Ökosysteme des Meeres und insbesondere die marinen und geologischen Ressourcen sowie die Entwicklung der klimatischen und ozeanografischen Bedingungen zu erforschen. Es gehört zu einer neuen Generation von Meeresforschungsschiffen, denn es weist eine Kombination von Funktionen auf, die normalerweise auf einzelnen Spezialschiffen zu finden sind. Dank seiner vibrations- und lärmgedämpften Generatoren und seiner von Gleichstrommotoren angetriebenen Schrauben ist das Schiff unter Wasser um 99 Prozent leiser als konventionelle Forschungsschiffe. Aus diesem Grund werden die Fische, die von den akustischen Geräten an Bord aufgezeichnet werden sollen, nicht vertrieben und die Wissenschaftler können genauere Messungen der Biomasse der Fische im Meer durchführen. Neben den üblichen computergestützten Kommunikationseinrichtungen ist das Schiff mit Breitbandtechnologie und Empfängern für Kabelfernsehen und Satelliten ausgestattet, sodass die Datenkommunikation in hoher Geschwindigkeit und Qualität möglich ist. Dank solcher Hightech-Geräte zur besseren Datenauflösung können die Wissenschaftler einzelne Fischarten eingehender untersuchen und so mehr über die marine Umwelt erfahren. Die G.O Sars kann außerdem Kernsedimentproben aus einer Tiefe von 25 Metern unter dem Meeresboden entnehmen. Mit einem Spezialecholot lassen sich die Sedimente sogar bis in eine Tiefe von 150 Meter untersuchen. Wenn es Luftkanonen und Hydrophone im Schlepp hat, kann das Schiff darüber hinaus seismische Untersuchungen durchführen. Ihre neueste Technik und ihre modernen Instrumente sind wohl der Grund dafür, dass die G.O Sars vor kurzem vom norwegischen Handelsminister Ansgar Gabrielsen als Schiff des Jahres ausgezeichnet wurde. Im Sommer 2004 soll das Schiff zu seiner ersten Expeditionsfahrt aufbrechen, um die Organismen in einer Wassertiefe von 4000 Metern entlang des mittelatlantischen Rückens zu untersuchen.

Länder

Norwegen

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