Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für "Stahlerzeugungsverfahren mit sehr geringer Freisetzung von CO2" - Vorrangiger Themenbereich "Nanotechnologien und -wissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produk
Die Europäische Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Bereich "Stahlerzeugungsverfahren mit sehr geringer Freisetzung von CO2" unter dem vorrangigen Themenbereich "Nanotechnologien und -wissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen" (NMP) des Sechsten Rahmenprogramms veröffentlicht. Dies ist einer der Bereiche, die vom spezifischen Programm "Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" abgedeckt werden. Die Aufforderung bezieht sich auf die folgenden Bereiche: - Stahlerzeugungsverfahren mit sehr geringer Freisetzung von CO2 und Treibhausgasen - Ziel 2020 (Bereich 3.4.5.1 des Arbeitsprogramms). Stahl hat in der historischen Entwicklung und bei der Erhöhung des Lebensstandards Europas eine Schlüsselrolle gespielt und wird dies auch weiterhin tun. Die Auswirkungen der Stahlbranche auf die Umwelt sind aufgrund des großen Ressourcenverbrauchs und des hohen Energiebedarfs beträchtlich. Wegen der globalen Erwärmung steht die Stahlindustrie unter besonders starkem Druck, die Treibhausgasemissionen drastisch zu mindern. Dies ist eine harte Aufgabe, da bei der integrierten Stahlproduktion etwa zwei Tonnen CO2 pro Tonne Stahl anfallen. Und dies ist bereits das Ergebnis erheblicher Anstrengungen zur Reduzierung des Energiebedarfs der Stahlwerke: Der spezifische Energieverbrauch ist in den vergangenen 40 Jahren dadurch um 60Prozent gesunken, während die globalen CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum um 50Prozent zurückgegangen sind. Um über diese großen Erfolge noch hinauszugehen und die Emissionen um einen signifikanten Faktor gemäß den voraussichtlichen Anforderungen in der Kyoto-Nachfolgephase zu senken, muss die Stahlindustrie neue Verfahrensmuster auf der Grundlage bahnbrechender Technologien entwickeln. Das Integrierte Projekt (IP) soll von hoher industrieller Relevanz sein und seinen Schwerpunkt auf radikale Neuerungen legen. Dahinter steht das Ziel, völlig neue Technologien für die nächste Generation der Eisen- und Stahlerzeugungsverfahren zu entwickeln, die die Anforderungen der Gesellschaft nach langfristiger Zukunftsfähigkeit berücksichtigen und gleichzeitig die derzeitige hohe Qualität der Produkte noch weiter verbessern. Deshalb muss eine breite Palette von Technologien mit einem hohen Potenzial zur Minderung der CO2-und Treibhausgasemissionen untersucht werden. Beispiele sind: kohlenstoffarme Technologien kombiniert mit CO2-Sammlung und -Bindung, innovative Nutzung von Erdgas und Wasserstoff, Biomasse oder Elektrizität. Bezüglich der Spezifizierung der Instrumente, die in diesen Bereichen verwendet werden sollen, wird in der Aufforderung die Anwendung von Integrierten Projekten gefordert. Antragstellern wird empfohlen, den vollständigen Ausschreibungstext unter der unten angegebenen Adresse zu konsultieren, um sich über die spezifischen Instrumente für die einzelnen Bereiche zu informieren. Die gesamte vorläufige Mittelzuweisung für diese Aufforderung beträgt 25 Millionen Euro.Die Aufforderung ist abrufbar unter: http://fp6.cordis.lu/nmp/call_details.cfm?CALL_ID=110(öffnet in neuem Fenster)