Innovation, Wachstum und nachhaltige Entwicklung im Fokus des Aktionsplans für neue Umwelttechnologien
Der Aktionsplan für Umwelttechnologie (ETAP) wurde von der Europäischen Kommission am 28. Januar angenommen. Der Plan verfolgt die beiden folgenden Ziele: Entwicklung von Umwelttechnologien und Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Faktoren wie mangelndes Kapital, umfangreiche Verordnungen oder unzureichende Forschungsanstrengungen hätten bisher eine weitere Verbreitung dieser Technologien verhindert, so die Kommission. Mit ETAP versucht die Kommission, diese Hindernisse durch eine konzertierte europäische Anstrengung zu überwinden. Die Weiterentwicklung der Technologien würde die Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessern, die Entwicklung neuer Märkte unterstützen, hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die Nutzung von umweltfreundlicheren Verfahren fördern. "Dieser Aktionsplan ist ein pragmatisches Instrument, um die gemeinsamen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes anzupacken und gleichzeitig Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu fördern", so Umweltkommissarin Margot Wallström. "Viele Menschen haben brilliante Ideen für neue Umweltschutztechnologien. Oft genug fehlen ihnen die Mittel zur Umsetzung ihrer Ideen, oder selbst wenn dies nicht das Problem ist - die Technologien können sich aufgrund konservativer Einstellungen und wenig rezeptiver Marktsysteme nicht etablieren. Mit dem Aktionsplan möchten wir diese Einstellungen ändern und die Hindernisse für die Umwelttechnologien aus dem Weg räumen." Das Ziel des Plans ist das Voranbringen der technologischen Entwicklung in Europa, mit dem Ziel, der wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt zu werden, wie es auf dem Gipfel von Lissabon im Jahr 2000 festgelegt wurde. "Europa gehört weltweit zu den Vorreitern bei der Entwicklung von Umwelttechnologien in Bereichen wie Photovoltaik, Windenergie und Wasserkraftwerke sowie bei der Minderung der Umweltverschmutzung durch besseres Abfallmanagement", fügte Forschungskommissar Philippe Busquin hinzu. "Aber wir müssen auch die Entwicklung anderer wichtiger Umwelttechnologien unterstützen. Sie haben ein großes Potenzial für Wachstum und Beschäftigung. Natürlich müssen wir dazu unsere F&E-Anstrengungen [F&E - Forschung und Entwicklung] verstärken, indem wir die Wirkung der europäischen Forschung durch bessere Koordinierung und die Schaffung von Synergien sowie durch Aufstockung der F&E-Ausgaben auf bis zu 3 Prozent des BIP der EU bis zum Jahre 2010 maximal steigern." Zur Erreichung dieses ehrgeizigen Ziels legt ETAP elf vorrangige Maßnahmen fest, darunter die Schaffung von drei Technologieplattformen, die alle Beteiligten zusammenbringen sollen, und die Mobilisierung aller verfügbaren finanziellen Instrumente, für eine kosteneffizientere Investition in Umwelttechnologien. ETAP wird auf der Sitzung des Europäischen Rats im März weiter diskutiert, und seine Umsetzung im Jahr 2006 überprüft.