Deutsche unterstützen die Erwachsenenstammzellenforschung
Eine Umfrage in Deutschland hat ergeben, dass die breite Öffentlichkeit nicht gegen die Stammzellenforschung ist und die Regierung eventuell tatsächlich ermutigen wird, Erwachsenenstammzellen für Forschung und Behandlung einsetzen zu lassen. Dieser vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekularmedizin in Berlin-Buch veröffentlichte Bericht wurde dem Bundestag am 15. März vorgelegt. Christof Tannert, der die Umfrage im Rahmen des Projekts 'Diskurs zur Ethik in der Biomedizin durchgeführt hat, ist nach eigenen Worten der Ansicht, dass dieser Bericht die 'Durchschnittsmeinung zu diesem umstrittenen Thema in der Bevölkerung Deutschlands widerspiegelt, die die Mitglieder des Parlaments bei neuen Gesetzesentwürfen berücksichtigen sollten. Laut Herrn Tanner waren alle im Rahmen der Umfrage interviewten Personen der Ansicht, dass Erwachsenenstammzellen gegenüber den Embryostammzellen verschiedene Vorteile haben: geringeres Abstoßungsrisiko gegenüber den eigenen Zellen, bessere Kontrolle der Zellentwicklung und geringeres Risiko einer Tumorausbildung. Die Hälfte der befragten Personen würden eine 'vorsichtige Lockerung des strengen deutschen Gesetzes zu Embryostammzellen befürworten, das besagt, dass nur Embryostammzellen aus der Zeit vor dem 1. Januar 2002 nach Deutschland importiert werden dürfen. Die meisten sprachen sich gegen eine Embryostammzellenforschung aus, wenn dafür Embryonen speziell für Forschungszwecke gezüchtet würden. Gleiches gilt für die Verwendung einer Eizelle, die zu einem anderen Zweck als dem der Fortpflanzung gespendet wurde. Ferner erklärte die Mehrheit der Befragten, dass sie jegliche Form des Klonens ablehnt.
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