Erste Ausschreibung im Rahmen der Vorbereitungsmaßnahme für die europäische Sicherheitsforschung
Die Europäische Kommission hat die erste Ausschreibung für Projekte und unterstützende Tätigkeiten im Rahmen der Vorbereitungsmaßnahme zur 'Stärkung des industriellen Potenzials Europas auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung veröffentlicht. Die im Rahmen dieser Ausschreibung zu finanzierenden Tätigkeiten werden definiert als kollaborative, Multi-Stakeholer-Projekte für eine breitangelegte, strategische Perspektive bei der Betrachtung der wichtigsten behandelten Themenbereiche, die jedoch greifbare Ergebnisse als Grundlage für das künftige Programm der Sicherheitsforschung liefert. In der Ausschreibung sind folgende Projekte angegeben: - Verbesserung des Situationsbewusstseins: Erkennen der Hauptbedrohungen für Europa, insbesondere bezüglich der Landes- und Seegrenzen und der Anlagen von globalem Interesse durch entsprechende Informationssammlung, Interpretation, Integration und Verbreitung mit dem Ziel der gemeinsamen Nutzung von nachrichtendienstlichen Informationen. Konzepte und Technologien für ein besseres Situationsbewusstsein auf den entsprechenden Ebenen könnten entwickelt und demonstriert werden. - Optimierung von Sicherheit und Schutz der vernetzten Systeme: Analyse von vorhandenen und zukünftigen vernetzten Systemen wie Kommunikationssysteme, Versorgungssysteme, Transportsysteme oder Netze für e-Commerce und e-Business hinsichtlich Nutzungssicherheit, Verwundbarkeit und Erkennen von Abhängigkeiten um zu zeigen, wie schützende Sicherheitsmaßnahmen gegen elektronische und physische Bedrohungen zu implementieren sind. - Schutz gegen Terrorismus (auch Bio-Terrorismus und Zwischenfälle mit biologischen, chemischen und anderen Stoffen): Erkennen und Setzen von Prioritäten bei Material- und Informationsbedarf von Regierungen, Agenturen und Behörden bei der Bekämpfung und dem Schutz vor Terrorismus, Ausarbeitung von technologischen Lösungen für die Entdeckung von Bedrohungen, Erkennung, Schutz und Neutralisierung sowie die Eindämmung und Entsorgung gefährlicher Substanzen, darunter biologische, chemische und nukleare Substanzen und Massenvernichtungsmittel. - Besseres Krisenmanagement (einschließlich Evakuierungs-, Such- und Rettungsoperationen, aktive Agentenkontrolle und Abhilfe): Ansprechen der operationellen und technologischen Fragen, die aus dreierlei Warte betrachtet werden müssen, nämlich Krisenprävention, operationelle Bereitschaft und Management einer erklärten Krise. - Erreichen einer Interoperabilität und integrierte Systeme für Information und Kommunikation: Entwicklung und Demonstration von Interoperabilitätskonzepten für (legacy) Informationssysteme im Bereich der Sicherheit, Ermöglichen der Verknüpfung von vorhanden und neuen Anlagen in Clustern für bessere Leistung und verstärkte adaptive Funktionalität. Zur Unterstützung der Interoperabilität müssen die Systemanbieter die Endanwender und die Standardisierung miteinbeziehen. Zusätzlich zu diesen Projekten ist eine Reihe unterstützender Tätigkeiten bei Themen vorgesehen, die mit Konzentration auf F&TE-Karten, Standardisierung oder Bedarfsanalysen, Verbreitung, Netzwerke und Koordinierungstätigkeiten ausgewählt werden und für die Notwendigkeit relevant sind, die Sicherheit der europäischen Bürger und Gesellschaft zu verbessern. Insgesamt sind Mittel in Höhe von 13 Millionen Euro für sechs bis acht Projekte und einige unterstützende Tätigkeiten veranschlagt.Weitere Informationen erhalten Sie bei: Europäische Kommission Vorbereitungsmaßnahme im Bereich Informations-Desk Sicherheitsforschung Generaldirektion Forschung JII-79 0/01 B-1049 Brüssel E-Mail: rtd-pasr@ec.europa.eu Den Ausschreibungstext finden Sie unter: http://cordis.europa.eu/security/calls.htm(öffnet in neuem Fenster)