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Inhalt archiviert am 2023-01-20

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Busquin wirbt in Peking-Rede für europäisch-chinesische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie

Forschungskommissar Philippe Busquin betonte in einer Rede, die er am 8. April in der Universität Tsinghua in Peking hielt, die Vorteile einer stärkeren Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie für sowohl die EU als auch für China. Busquin wies darauf hin, dass China da...

Forschungskommissar Philippe Busquin betonte in einer Rede, die er am 8. April in der Universität Tsinghua in Peking hielt, die Vorteile einer stärkeren Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie für sowohl die EU als auch für China. Busquin wies darauf hin, dass China das erste Land in Asien sei, mit dem die EU ein gemeinsames Wissenschafts- und Technologieabkommen abgeschlossen habe, und fügte hinzu, dass den chinesischen Wissenschaftlern zur Ankurbelung der Zusammenarbeit alle Instrumente des Rahmenprogramms geöffnet worden seien. "In nur vier Jahren, von 2000 bis 2003, erhöhten sich die Finanzmittel für Forschungsprojekte mit chinesischer Beteiligung im Rahmenprogramm von 10 auf 200 Millionen Euro, was insgesamt 250 Millionen Euro in diesen vier Jahren ausmacht. [...] Mit fortschreitenden Vorbereitungen für das Siebte Forschungs-Rahmenprogramm sollten die EU und China ihre Kooperationsbemühungen verstärken und zwar auf strategische Weise,' sagte der Kommissar. Busquin hob mehrere Bereiche besonders hervor, in denen sich die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern als fruchtbar erwiesen hat. Auf dem Gebiet der Raumfahrtforschung begrüßte er die Teilnahme Chinas an dem Satellitennavigationsprojekt Galileo und gab bekannt, dass der erste hochrangige Raumfahrt-Workshop zwischen der EU und China am 7. April stattgefunden habe. "Wir haben die Herausforderungen diskutiert, die vor uns liegen und unsere Kooperation erfordern. Es war ein großer Erfolg und hat den Weg geebnet zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen China und der Europäischen Union über Themen von gegenseitigem Interesse wie beispielsweise Erdbeobachtungen, Satellitentelekommunikation, Raumfahrttechnologie und Weltraumerforschung," sagte Busquin. Eine hochrangige Delegation aus Vertretern der europäischen Wirtschaft und Führungskräften des Raumfahrtsektors haben den Kommissar auf seiner Reise nach China begleitet mit dem Ziel, den Dialog über Raumfahrtpolitik zu eröffnen und eine langfristige Partnerschaft bei Raumfahrtaktivitäten aufzubauen. Kommissar Busquin nutzte seine Rede auch dazu, die chinesische Unterstützung für die EU bei den laufenden Diskussionen um den Standort des Internationalen Thermonuklearen Experimental-Reaktors (ITER) zu beleben. "Wir danken China für seine Unterstützung der EU-Standpunkte in den laufenden multilateralen ITER-Verhandlungen und hoffen auf einen schnellen Abschluss dieses Verfahrens," sagte er. Busquin fügte noch ein letztes Wort über die jüngste wissenschaftliche Zusammenarbeit der EU und Chinas nach dem Ausbruch von SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) hinzu: "Die Schnelligkeit und Effizienz, mit der wir in der Lage waren, unsere Anstrengungen zur Gewährleistung einer bedeutenden Beteiligung unserer Wissenschaftsgemeinschaften in der Sonderaufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum SARS zu koordinieren verdient eine besondere Erwähnung." Der Kommissar verkündete, dass derzeit acht neue gemeinsame Forschungsprojekte zum SARS, an denen chinesische und europäische Partner beteiligt seien, verhandelt werden und mit einer EU-Finanzierung in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro rechnen können. "Ich möchte schließen indem ich betone, dass es eine große Ehre und Freude für mich war, ihr Land zu besuchen und die Verbindungen, die China und Europa seit Jahrhunderten vereint haben, weiter zu entwickeln. Möge sich unsere Kooperation zum Nutzen unserer Völker, des Friedens und des Wohlstands weiter vertiefen," schloss Busquin.

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