Kommission gibt Sieger der europäischen regionalen Innovationspreise bekannt
Die Kommission gab am 22. April in Brüssel die Sieger des ersten Preises für die "regionale Innovation in Europa" bekannt: Neun Regionen, die für die Erprobung neuer Wege und Ideen der Innovationsförderung auf regionaler Ebene im Rahmen der regionalen Programme für innovative Maßnahmen ausgezeichnet wurden. Mit dem von der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission organisierten Wettbewerb sollen innovative Projekte und Verfahren ermittelt werden, die anderen Regionen Anregungen bieten, ihrerseits Neues zu erproben und die Innovation in den Mittelpunkt ihrer Entwicklungsstrategien zu stellen. Die Preise wurden für Projekte aus drei Themenbereichen ausgelobt. Beim ersten Thema - eine auf Wissen und Innovation basierende regionale Wirtschaft: Unterstützung der benachteiligten Regionen bei der Anhebung ihres Technologieniveaus - ging der erste Preis an das Saarland in Deutschland. Das saarländische Wirtschaftsministerium reichte ein Nanobiotechnologieprojekt ein, das die Schaffung eines virtuellen Kompetenzzentrums für Nanobiotechnologie beinhaltete. Das Zentrum soll allen beteiligten Partnern helfen, zusammenzuarbeiten, um das Saarland an die Spitze dieser neuen Technologie zu führen. Das zweite Thema lautete "e-Europe-Regio: die Informationsgesellschaft im Dienste der regionalen Entwicklung". Auf dem ersten Platz landete "GNULINEX", ein Projekt zur e-Bildung, das vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie der spanischen Region Extremadura vorgeschlagen wurde. Das Projekt versorgt Schulen mit preiswerter Software mit geringen Wartungskosten. Der Erfolg des Projekts zeigt, dass es sich gut auf ähnliche Projekte übertragen lässt und auch in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung zur Kostensenkung eingesetzt werden kann. Sieger im letzten Themenbereich - Regionale Identität und nachhaltige Entwicklung - ist ein Projekt, das von der Regierung des österreichischen Bundeslands Steiermark vorgeschlagen wurde. 'TANNO meets GEMINI' ist ein Projekt zur nachhaltigen Entwicklung, das Unternehmen zusammenbringt, die energiesparende, preiswerte Häuser unter Verwendung von Naturholz und anderen in der Steiermark natürlich vorkommenden Materialen bauen. Die Sieger wurden von einer unabhängigen Jury aus hochrangigen Experten unter dem Vorsitz des früheren portugiesischen Premierministers Antonio Guterres nach objektiven Kriterien aus 72 Vorschlägen ausgewählt, die aus allen EU-Ländern eingereicht worden waren.