Kommissare unterstreichen Wert der innovativen Regionen
Die beiden Kommissare Busquin (Forschung) und Liikanen (Unternehmen und Informationsgesellschaft) haben am 27. April den bedeutenden Beitrag, den die Regionen Europas zum Aufbau einer wissensbasierteren und innovativeren EU leisten, hervorgehoben. In seiner Ansprache bei der Shannon Development Conference in Irland betonte Erkki Liikanen die Bedeutung einer gesicherten Wissensverbreitung auf regionaler Ebene und Philippe Busquin begrüßte 14 neue Pilotprojekte zur Förderung der regionalen Dimension der wissensbasierten Wirtschaft. Kommissar Liikanen sagte: "Wissen ist der Hauptbestandteil innovativer Tätigkeiten und die Grundlage, auf der sich Industrien mit großem Mehrwert entwickeln können. Erfolgreiche Regionen müssen mit den Unternehmen ihrer Umgebung starke und effiziente Hochschulen und Forschungszentren aufbauen, auch traditionelle". Der neue Aktionsplan für Innovation werde Leitlinien für die Innovationsförderung bereitstellen. Das Papier werde Ziele für die Förderung des Spielraums und der Qualität von Innovationen beinhalten und über die Innovation in den Gebieten Forschung und neue Technologien hinausgehen. Die Vorschläge werden außerdem Initiativen vorstellen zur Steigerung der privaten und öffentlichen Investitionen in die Innovation, zur Erweiterung der Kompetenzgrundlage für Innovations- und Wissenstransfer und zur Verbesserung der Steuerung von Innovationsaktivitäten in den Mitgliedstaaten. "Auf kommunale und regionale Akteure zugeschnittene Initiativen werden von wesentlicher Bedeutung dabei sein zu gewährleisten, dass wir dynamische Regionen entwickeln, die in der Lage sind, sich in globalem Maße effektiv am Wettbewerb zu beteiligen", resümierte Liikanen. Philippe Busquin vertrat eine ganz ähnliche Ansicht wie sein Kommissionskollege Liikanen. Die neuen Pilotprojekte geben Busquin eine "weitere Gelegenheit, hervorzuheben, wie wichtig die Regionen für die gemeinsamen Anstrengungen Europas sind, den Rückstand gegenüber unseren Mitbewerbern im Bereich der Forschungsinvestitionen und der Nutzung von Wissen aufzuholen". Die 14 zur Förderung ausgewählten Projekte erhalten im Rahmen der Initiative "Wissensorientierte Regionen" insgesamt 2,5Mio. Euro. Die Initiative wurde vom Europäischen Parlament eingeführt um lokale Akteure bei der Konzipierung und Gestaltung von Modellen zur Wissensentwicklung in Regionen zu fördern. Die ausgewählten Projekte haben folgende Schwerpunkte: Ausarbeitung regionaler Forschungs- und Innovationsstrategien, Erstellung arbeitsfähiger Modelle für Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie Herstellung von Verbindungen zwischen den verschiedenen am Innovationsprozess beteiligten Akteuren. Des Weiteren wurden die Netzwerkbildung mit Beteiligten in anderen Regionen und die Entwicklung von Modellen für das regionale Wissensmanagement angesprochen.