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Europäische Kommission nimmt Mitteilung über Nanotechnologien an

Bei der Annahme der Mitteilung "Entwicklung einer europäischen Strategie für Nanotechnologie" am 12. Mai stellte die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, die auf europäischer und einzelstaatlicher Ebene zur Ankurbelung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im B...

Bei der Annahme der Mitteilung "Entwicklung einer europäischen Strategie für Nanotechnologie" am 12. Mai stellte die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, die auf europäischer und einzelstaatlicher Ebene zur Ankurbelung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Nanotechnologie ergriffen werden sollen. Die folgenden fünf Bereiche wurden festgemacht: Forschung und Entwicklung (FuE); Infrastruktur; Aus- und Weiterbildung; Innovation und die soziale Dimension. Wenn Europa seine Bemühungen verstärkt, kann es von einem Markt profitieren, der Analysten zufolge im Jahr 2010 möglicherweise Milliarden von Euro wert ist. Zwar hat Europa früh in die Nanotechnologien investiert, beginnt aber nun seine Position zu verlieren aufgrund des Mangels an einer harmonisierten Innovationspolitik auf EU-Ebene, Hindernissen bei der Mobilität der Forscher, Schwierigkeiten für Start-up-Unternehmen an Risikokapital und Unterstützung beim Management zu kommen, verbunden mit Problemen bei der Patentierung, das Fehlen einer starken unternehmerischen Kultur in Europa sowie ungünstiger Rahmenbedingungen für die Innovation. Daher müsse Europa, wenn es weltweit wettbewerbsfähig bleiben wolle, umgehend Maßnahmen für eine gezieltere Ausrichtung und Koordinierung auf Gemeinschaftsebene ergreifen, heißt es in der Mitteilung der Kommission. Die in der Mitteilung umrissenen Schlüsselmaßnahmen sind "die Erhöhung der Investitionen und Koordinierung von [Forschung und Entwicklung] FuE, um die industrielle Nutzung von Nanotechnologien auszubauen; die Entwicklung von "High-Tech-Zentren", die dem Bedarf von Industrie und Forschungseinrichtungen Rechnung trägt; die Förderung der interdisziplinären Aus- und Weiterbildung von Forschungspersonal mit starker Betonung einer unternehmerischen Denkweise; die Gewährleistung vorteilhafter Bedingungen für Technologietransfer und Innovation, damit die europäische spitzentechnologische Forschung Produkte und Verfahren kreiert, die zur Schaffung von Wohlstand beitragen." Die Kommission betont ferner die Notwendigkeit, auf die Wahrnehmung der Nanotechnologie durch die Öffentlichkeit einzugehen, sowie den Bedarf an einer verantwortungsvollen Entwicklung dieser Technologien. Die öffentliche Gesundheit, die Sicherheit, die Umwelt und der Verbraucherschutz werden ebenfalls in der Mitteilung angesprochen. Nanowissenschaften und Nanotechnologien stellen neue Ansätze zur Forschung und Entwicklung dar, die auf der atomaren und molekularen Ebene einer Materie arbeiten. Die Anwendungen der Nanowissenschaften zeichnen sich ab und sollen innerhalb weniger Jahre Einfluss auf alle technologischen Sektoren haben. Die Forschung im Bereich der Nanotechnologie wird zu neuen Entwicklung in Bereichen wie der Gesundheitsversorgung, Lebensmittel- und Umweltforschung, Informationstechnologie, Sicherheit, neue Werkstoffe sowie Energieerzeugung und -speicherung führen. Allerdings investiert Europa derzeit weniger in dieses Gebiet als die USA und Japan, und anders als seine Mitbewerber verfügt es über kein zentralisiertes FuE-Programm für die Nanotechnologie. "Im Sechsten EU-Forschungsrahmenprogramm (2002-2006) sind 1,3 Mrd. Euro für Nanotechnologie und neue Werkstoffe vorgesehen, und die Kommission beabsichtigt im größeren Zusammenhang der vorgeschlagenen Verdoppelung des Forschungshaushalts der EU im Zeitraum 2007-2013 eine Verstärkung dieser Anstrengungen. Als Teil einer integrierten Strategie werden in der Mitteilung noch mehrere andere Maßnahmen vorgeschlagen, bei denen alle Beteiligten aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor ihre Kräfte bündeln sollten", heißt es in einer Erklärung der Kommission.

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