Kommission kündigt 192 Millionen Euro für neue Nahrungsmittelforschungsprojekte an
Die Europäische Kommission kündigte auf einer internationalen Nahrungsmittelkonferenz, die am 17. Juni stattfand und von der irischen Präsidentschaft organisiert wurde, die Bereitstellung von Finanzmitteln in Höhe von 192 Millionen Euro für neue nahrungsmittelbezogene Forschungsprojekte und -netzwerke an. Die Finanzmittel gehen an 31 Projekte und Netzwerke sowie 13 kleinere Unterstützungsmaßnahmen. Zehn Integrierte Projekte werden sich mit Themenkomplexen wie Überwachung der chemischen Kontamination von Lebensmitteln, Fettleibigkeit, Rückverfolgbarkeit der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Ernährung in den frühen Lebensjahren, Nahrungsmittelallergien und verbundene Pathogene befassen. Bei der Eröffnung der Konferenz in Dublin erklärte der irische Minister für Landwirtschaft und Nahrungsmittel Joe Walsh, dass die Krisen in Sachen Lebensmittelsicherheit der vergangenen zehn Jahre jedermann klar vor Augen geführt haben, dass die Entwicklungen in diesem Bereich unter Beachtung strengster Sicherheitsstandards und in Kombination mit wissenschaftlicher Beratung erfolgen müssen. "Forschung im Bereich der Lebensmittelsicherheit ist heute mehr als denn je ein zentraler Faktor zur Sicherstellung der Lebensqualität und Sicherheit aller Bürger in einem erweiterten Europa", so EU-Forschungskommissar Philippe Busquin. Die beiden ebenfalls unterstützten Exzellenznetzwerke werden sich mit Nahrungsmittelinformationen und Krebsrisiken aufgrund von Ernährung und Umwelteinflüssen beschäftigen. Kleinere Projekte, auch Spezielle gezielte Forschungsprojekte (STREPs) genannt, werden Themenbereiche wie Tierkrankheiten, Biotoxine in Meeresfrüchten, Flavonoide, Senkung und Recycling von Abfällen aus der Lebensmittelverarbeitung und Ernährung von Heranwachsenden bearbeiten. Vier Koordinationsmaßnahmen und 13 Maßnahmen zur gezielten Unterstützung werden ebenfalls Zuschüsse erhalten. Insgesamt gingen 185 Vorschläge bei der Kommission ein. Dies bedeutet, dass 141 Projekte nicht berücksichtigt werden konnten. Die Erfolgsrate von 23,7 Prozent sei aufgrund finanzieller Engpässe niedrig, für einige "sehr gute" Vorschläge konnten leider keine Mittel bereit gestellt werden, so die Kommission. Die nächste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen wird am 7. Juli veröffentlicht.
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