Busquin ermutigt die osteuropäischen KMU zur Nutzung des RP6
Bei einer Veranstaltung in Estland am 13. Juli hat die Europäische Kommission klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in Osteuropa ermutigt, die ihnen unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) zugewiesenen Mittel in vollem Umfang zu ihrem Vorteil zu nutzen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Da die KMU nämlich 66 Prozent der Privatunternehmen in Europa ausmachen, ist es für die Wettbewerbsfähigkeit der erweiterten EU unabdingbar, dass die kleineren Unternehmen ihre Fähigkeiten bei Forschung und Entwicklung (F&E) und Innovation entwickeln. "Die KMU sind der Eckpfeiler der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Europas und der Schlüssel zur Schaffung einer erstklassigen, wissensbasierten Wirtschaft bis 2010", erklärte Forschungsminister Philippe Busquin. "Das RP6 stellt 2,3 Milliarden Euro für Forschungsprojekte unter der Leitung von KMU zur Verfügung, um die Förderung der Innovation zu unterstützen und um aus hervorragenden Ideen rentable Geschäfte zu machen. Erweiterung bedeutet, dass die KMU in den europäischen Ländern des 'Baltischen Tigers nicht nur von offeneren Grenzen und kollaborativen Forschungsbemühungen profitieren, sondern auch zum gesamten Europäischen Forschungsraum beitragen können." Die Kommission ist der Ansicht, dass die zwei Millionen industriellen KMU in Europa stark vom RP6 profitieren könnten, das laut einer Stellungnahme der Kommission "das größte Instrument ist, das die Forschung der KMU global unterstützt". Das RP6 kann den KMU in verschiedener Hinsicht helfen, beispielsweise durch die Bereitstellung von Mitteln, Beratung und Anleitung zum Zugang zu den EU-Programmen und durch die Unterstützung von Treffen mit Unternehmenspartnern und Feldexperten. Eine bessere Nutzung der RP6-Einrichtungen durch die Umwandlung von Forschung in lukrative Innovations- und Geschäftsanwendungen würde das Wachstum der kleinen Unternehmen fördern und der Gründung von Start-up-Unternehmen einen wichtigen Impuls verleihen. Aus diesem Grund hofft die Kommission, die osteuropäischen KMU ermutigen zu können, sich stärker an dem Programm zu beteiligen. Derzeit stammt nur jeder achte Antrag auf eine Mittelbereitstellung der EU von einem KMU in Osteuropa. Doch die Kommission argumentiert, dass mit der Erweiterung auch mehr Wettbewerb und neue Marktchancen kommen, und die osteuropäischen KMU müssen nun beginnen, diesen Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Arbeitskräftefluss in vollem Umfang zu nutzen. "Die integrierten Projekte, die spezifisch gezielten Forschungsprojekte sowie die KMU-spezifischen kollektiven und kooperativen Forschungsprogramme bieten den KMU hervorragende Möglichkeiten. Das kooperative Forschungsprogramm (ehemals CRAFT) ermöglicht KMU aus verschiedenen Ländern, die denselben Problemen gegenüberstehen, ein Outsourcing ihrer Forschungstätigkeiten. Kollektive Forschung hilft der Erweiterung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU und ihrer wissenschaftlichen Wissensbasis durch KMU-Verbände und Gruppierungen", folgerte die Europäische Kommission in einer Stellungnahme.
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