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Schwedischer Minister fordert Europäischen Forschungsrat

Schweden müsse aufgrund seiner langjährigen Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) eine wichtige Rolle bei der Reformierung der europäischen Forschungspolitik für die Zukunft spielen, erklärte der schwedische Minister für Bildung und Wissenschaft Thomas Östros in ein...

Schweden müsse aufgrund seiner langjährigen Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) eine wichtige Rolle bei der Reformierung der europäischen Forschungspolitik für die Zukunft spielen, erklärte der schwedische Minister für Bildung und Wissenschaft Thomas Östros in einem Interview mit CORDIS News. Östros erklärte dies nach der Eröffnungsfeier des EuroScience Open Forum (ESOF 2004) in Stockholm am 25. August. Laut Aussage des Ministers muss eine effektive europäische Forschungspolitik einen Schritt weiter gehen und eine Forschungseinrichtung auf europäischer Ebene schaffen. Sie müsse außerdem höhere Investitionen in die Wissenschaft, eine stärkere Kooperation zwischen den europäischen Staaten und regelmäßigere Plattformen wie das ESOF umfassen, um es der Forschungsgemeinschaft zu ermöglichen, zusammenzutreffen und wichtige Fragen zu diskutieren. "EU-Kommissar Busquin hat bei der Reformierung der europäischen Wissenschaftspolitik hervorragende Arbeit geleistet, aber nun müssen wir den nächsten Schritt wagen und einen Europäischen Forschungsrat schaffen, in dem wir das beste und qualitativ hochwertigste Forschungsprodukt in Europa finanziell fördern", sagte Östros gegenüber CORDIS News. "Hierbei handelt es sich um einen der wichtigsten Punkte, auf den wir uns konzentrieren sollten, wenn wir möchten, dass die europäische Forschung international wettbewerbsfähig ist." Die europäische Forschungspolitik wird für einzelne Länder immer wichtiger. Schweden, das sich selbst als ein in der Wissenschaft sehr engagiertes Land bezeichnet, ist sehr darum bemüht, sich aktiv in den Reformierungsprozess einzubringen. "Dies ist insbesondere seit unserer Präsidentschaft [Januar bis Juli 2001] der Fall, in deren Rahmen wir begannen, uns mit dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) zu befassen. Wir haben in dieser Zeit viel gelernt und haben eine feste Meinung dazu, wie das Siebte Rahmenprogramm (RP7) unsere Ansicht nach aussehen sollte", erklärte der Minister. Auch wenn Schweden vielleicht gerne ein paar Änderungen am RP6 sehen würde, betonte Östros, dass es wichtig sei, das beste aus dem RP6 zu machen: "Es gab einige interessante Veränderungen beim RP6, die wir weiterentwickeln und in Zukunft nutzen könnten", erklärte der Minister. Auf die Frage nach den Prioritäten Schwedens für die Zukunft antwortete Östros, dass ein wichtiger Themenschwerpunkt die Einrichtung eines Europäischen Forschungsrats sei, um eine wirksame und wettbewerbsfähige europäische Forschungslandschaft zu schaffen und zu festigen. Östros wies zudem auf die Bedeutung der Biowissenschaften hin, von denen er glaubt, dass sie in der Zukunft eine enorme Bedeutung erlangen werden. Ferner erklärte der Minister, dass es sich bei "Wissenschaft und Gesellschaft" um einen Prozess handele, der im letzten Rahmenprogramm begann und seiner Meinung fortgesetzt und von der Europäischen Union intensiv unterstützt werden sollte. Schweden werde außerdem die Weiterentwicklung der industriebasierten Forschung unterstützen, erklärte der Minister. Er nannte als Beispiel die Biotechnologie, die Schweden zur Förderung eines der wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes, der Forstindustrie, einsetzt. "Wir möchten für alles einen Maßstab haben von den Biowissenschaften über die Biotechnologie bis hin zur Nanotechnologie. Genauso möchten wir jedoch eine forschungsbasierte Industrie entwickeln", schloss Östros.

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