Europäische Wissenschaftsstiftung fordert Engagement zur Unterstützung der Mobilität der Forscher
Nach Ansicht des Geschäftsführers der Europäischen Wissenschaftsstiftung, Bertil Andersson, verhindert die inkohärente Forschungsinfrastruktur in Europa Mobilität und gefährdet die europäische Forschung. "Die Karrieresysteme in der EU sind zu heterogen. Eine Lösung dieses Problems ist der wichtigste Punkt für den zukünftigen Erfolg der europäischen Forschung", erklärte er. Diese Position wird auch von Christine Heller del Riego von Euroscience vertreten: "Wir brauchen strukturelle Veränderungen in den nationalen Forschungsorganen, die die Notwendigkeit widerspiegeln, dass sich die Forscher in verschiedene europäische Länder begeben müssen", so wird eine Äußerung von ihr in einer Erklärung der Europäischen Wissenschaftsstiftung wiedergegeben. Frau Heller del Riego fügt jedoch hinzu, dass die Mobilität erleichtert werden muss, aber niemals erzwungen werden darf. "Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, dass Frauen beispielsweise häufig weniger mobil sind, und wir sollten nicht vergessen, dass Mobilität lediglich ein Instrument ist." Die Erklärung fordert Engagement der Organisationen auf europäischer Ebene. "Die EWS [die Europäische Wissenschaftsstiftung] und die Europäische Organisation für Molekularbiologie (EMBO) sind zwei Beispiele für die beste Praxis bei der Unterstützung der nächsten Forschergeneration, aber es müssen sich noch andere daran beteiligen."