Deutscher Finanzminister betont Notwendigkeit, die Ziele von Lissabon ernst zu nehmen
Der deutsche Finanzminister Hans Eichel nutzte seine Rede vom 7. September zur Einbringung des Bundeshaushalts 2005, um seine Landsleute aufzufordern, die Ziele von Lissabon ernst zu nehmen und eine Erhöhung der Forschungsausgaben zu unterstützen. Als ein rohstoffarmes Land müsse Deutschland seine Chance gerade darin sehen, mit besserem Denken, mit besserer Qualität der Produkte und mit Erfindungen an der Spitze zu bleiben, erklärte Eichel. "Das heißt dann übrigens auch, dass wir die Lissabon-Strategie ernst nehmen. Wir werden es zwar unter Umständen nicht bis 2010 erreichen, Europa zur wettbewerbsfähigsten Region der Erde zu machen, aber das Ziel ist richtig", gab er an. "Alle Länder der Europäischen Union sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten, wir auch." Obgleich Eichel zugibt, dass er quantifizierten Zielen oft skeptisch gegenübersteht, erklärte er auch, dass Deutschland sich selbst das Ziel der Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) auf drei Prozent des BIP gesetzt habe, ein gemeinsames Ziel aller EU-Mitgliedstaaten seit dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Barcelona im Jahr 2002. "Wir haben uns das Ziel [...] gesetzt. Wir müssen das dann auch erfüllen." Mehr Investitionen in F&E wurden auch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner 2003 eingeführten Agenda 2010 betont. Diese Strategie umfasst eine Reihe von Reformen, die für Deutschland nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen sollen.
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