Europa verpflichtet sich zu Forschungskooperation, um die wiederauflebende AIDS-Epidemie zu bekämpfen
Die EU und ihre Nachbarländer haben sich verpflichtet, gemeinsam gegen die wiederauflebende HIV/AIDS-Epidemie vorzugehen, u.a. mithilfe von Forschungsprojekten für eine wirksamere Prävention und neue Behandlungen der Krankheit. Die Zahl der neu gemeldeten HIV-Fälle hat sich in Westeuropa seit 1995 verdoppelt und in einigen neuen EU-Mitgliedstaaten herrscht die weltweit höchste Neuinfektionsrate. Die Erklärung wurde auf einer Konferenz in Vilnius, Litauen, angenommen, an der Gesundheitsminister, AIDS-Experten und Vertreter aus Industrie und Gesellschaft teilnahmen. "Die Botschaft dieser Ministerkonferenz ist deutlich", erklärte der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Pavel Telicka, der ebenfalls an der Konferenz teilnahm. "Der europäische Kontinent muss dieser wiederauflebenden Bedrohung ins Auge sehen. Einige Regierungen unternehmen einfach nicht genug und müssen dieses Problem zu einer zentralen politischen Priorität erklären." Neben der koordinierten Forschung verpflichten sich die nationalen Regierungen in der Erklärung zu Folgendem: Entwicklung umfassender und angemessen finanzierter nationaler Strategien für die HIV/AIDS-Vorbeugung; Förderung von Präventionsmaßnahmen; Sicherstellung eines allgemeinen Zugangs zu erschwinglichen Behandlungen; Bekämpfung der Diskriminierung von Menschen mit HIV/AIDS; Kooperation bei der Identifizierung von Best Practice sowie der Datensammlung.