EU finanziert Zentrum für weibliche und junge Wissenschaftler in Mitteleuropa
Die Europäische Kommission stellt rund 700.000 Euro für ein neues Ressourcenzentrum zur Förderung weiblicher und junger Wissenschaftler in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) in Mitteleuropa bereit. Das Zentrum trägt den Namen Central European Centre for Women and Youth in Science (CEC-WYS) und ist das erste regionale Zentrum, das sich sowohl mit der Gleichstellung von Männern und Frauen als auch mit der Position junger Wissenschaftler in Mitteleuropa beschäftigt. Am Projekt beteiligt sind sieben akademische und gemeinnützige Organisationen aus vier neuen EU-Mitgliedstaaten (Tschechische Republik, Ungarn, Slowenien und Slowakei) sowie aus Rumänien, Frankreich und Italien. "Ziel ist die Erarbeitung von Empfehlungen für eine Gleichstellungspolitik in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Region sowie die Unterstützung von Frauen und Nachwuchskräften, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben", erläutert die Europäische Kommission. "Neben einer benutzerfreundlichen Website mit einer Fülle von Informationen wird das Zentrum eine Datenbank weiblicher Experten aus Mitteleuropa verwalten mit dem Ziel, die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen an der europäischen Forschung und ihre Präsenz in der Expertendatenbank der Europäischen Kommission zu fördern", so die Kommission weiter. Zusätzlich soll jungen Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit gegeben werden, Schulungen zu Themenbereichen wie Forschungsqualität, Urheberschaft und Veröffentlichungspraxis zu besuchen. Da unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) der Europäischen Kommission bei Forschungsprojekten Angaben zur anteilmäßigen Beteiligung von Männern und Frauen gefordert sind, soll ein Leitfaden für die Erstellung von Vorschlägen und die erfolgreiche Beteiligung an Ausschreibungen erarbeitet werden. Außerdem ist ein Finanzierungsprogramm zur Förderung der internationalen Forschungskooperation geplant. Sämtliche Projektergebnisse werden auf der Website des Zentrums zusammengefasst und veröffentlicht und stehen der Wissenschaftsgemeinschaft offen.
Länder
Tschechien, Frankreich, Ungarn, Italien, Slowenien, Slowakei