Österreichs Prioritäten für das RP7 sind KMU, Grundlagenforschung und höheres Budget
Österreich hat sein Positionspapier zum Siebten Rahmenprogramm (RP7) für EU-Forschung verabschiedet, in dem es als Prioritäten vermehrte Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in der Forschung tätig sind, einen zunehmenden Schwerpunkt auf der Grundlagenforschung und ein höheres Forschungsbudget nennt. Wenn das RP7 rechtzeitig, also zu Beginn des Jahre 2007, gestartet werden soll, müssen die Verhandlungen formell bis zum Sommer 2006 und somit unter dem österreichischen EU-Vorsitz abgeschlossen sein. Die österreichische Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer hat bereits genaue Vorstellungen von den Vorschlägen, die sie gerne unter ihrer Leitung auf dem Tisch sehen würde, und sie erklärte am 22. November: "Um wettbewerbsfähig zu sein, braucht Europa höhere Investitionen in die Forschung. Österreich spricht sich daher für ein höheres Budget des Rahmenprogramms aus." Andere Forderungen aus Österreich betreffen die Fortführung der traditionellen kollaborativen Forschungsprojekte, bessere administrative Regeln und Prozesse zum Abbau der Bürokratie und mehr Unterstützung für Humanressourcen insbesondere durch Mobilitätsstipendien. In dem Papier Österreichs werden auch die vorgeschlagene Einführung der Sicherheitsforschung auf europäischer Ebene sowie die Schaffung einer europäischen Weltraumpolitik unterstützt. Ministerin Gehrer erklärte sich selbst auch sehr zufrieden über die bisherigen Ergebnisse Österreichs im RP6. Bezüglich erfolgreicher Projektvorschläge steht Österreich derzeit an neunter Stelle. Frau Gehrer sagte: "Die Beteiligung österreichischer Wissenschaftler an erfolgreichen Projekten und Tätigkeiten liegt über dem Durchschnitt." Die Forscher in Österreich haben bisher etwa 163 Millionen Euro aus dem RP6 erhalten, und während das Land nur 80Prozent seiner Mittel für das RP4 erhielt, bekommt es nun nach der Anzahl der im RP6 unterzeichneten Verträge 100 Prozent seiner gezahlten Mittel zurück.
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