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Europäischer Innovationsanzeiger 2004 zeigt wenig Veränderung in Länderranglisten

Im Europäischen Innovationsanzeiger 2004 (EIS) werden Schweden und Finnland als innovative Führungskräfte der EU bestätigt, Estland und Slowenien stehen an der Spitze der zehn neuen Mitgliedstaaten. Der EIS, der von der Europäischen Kommission als Teil der Lissabon-Strategie ...

Im Europäischen Innovationsanzeiger 2004 (EIS) werden Schweden und Finnland als innovative Führungskräfte der EU bestätigt, Estland und Slowenien stehen an der Spitze der zehn neuen Mitgliedstaaten. Der EIS, der von der Europäischen Kommission als Teil der Lissabon-Strategie eingerichtet wurde, um die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten zu vergleichen, wird mittlerweile zum vierten Mal herausgegeben. Der Anzeiger umfasst zudem Informationen über Bulgarien, Rumänien, die Türkei, Island, Norwegen, die Schweiz, die USA und Japan. Er wird anhand von 20 Indikatoren erstellt, mit denen Humanressourcen, die Schaffung neuen Wissens, der Transfer und die Anwendung von Wissen sowie die Finanzierung von Innovation bewertet werden. Ein Mischindikator bietet einen Überblick über die nationalen Leistungen. Aus dem diesjährigen EIS geht hervor, dass die Kluft zwischen der EU und den USA sowie Japan konstant bleibt. Der Unterschied zwischen der EU und den USA lässt sich laut EIS zum Großteil durch drei Indikatoren erklären: Patente, Prozentsatz der Erwerbsbevölkerung mit Hochschulbildung und Forschungsausgaben. Obgleich Schweden und Finnland ihre Führungspositionen beibehalten, haben sie etwas an Schwung verloren. Deutschland und Dänemark liegen in ihrer Leistung über dem EU-Durchschnitt, wobei insbesondere in Dänemark schnelle Fortschritte zu verzeichnen sind. In anderen führenden Staaten wie z.B. den Niederlanden, Irland und Frankreich schwächt sich die Innovationsleistung hingegen ab. Die meisten neuen EU-Mitgliedstaaten holen auf, wenn auch ausgehend von recht niedrigen Niveaus. Zum ersten Mal werden im EIS 2004 verschiedene Sektoren in Bezug auf Innovation miteinander verglichen. Demnach ist der innovativste Sektor in der EU der Bereich elektrische und optische Ausrüstung, während Textilien und Textilprodukte das Schlusslicht bilden. Ferner umfasst der diesjährige EIS erstmalig eine Bewertung der nicht-technischen Innovation. Studien haben ergeben, dass der Vorsprung der USA gegenüber Europa in Bezug auf das Produktivitätswachstum nicht allein auf technologischer Innovation beruht. "Die nicht-technische Innovation könnte durchaus das "fehlende Element" sein, das Europa daran hindert, in vollem Maße von neuen technologischen Möglichkeiten zu profitieren", so der EIS. Im Innovationsanzeiger werden vier Aspekte der nicht-technischen Innovation betrachtet: nicht-technische Veränderung, Einführung veränderter Betriebsstrukturen, Einführung moderner Managementverfahren sowie Einführung wesentlicher Veränderungen des äußeren Erscheinungsbilds. Luxemburg steht in drei dieser vier Kategorien an der Spitze, während Deutschland in allen Kategorien den zweiten Platz belegt. Mehrere Länder, die in der Gesamtbewertung durchschnittlich oder schlecht abschneiden wie z.B. Luxemburg, Italien, Griechenland, Portugal, Estland und Slowenien stehen gemessen an den Indikatoren für nicht-technische Veränderung viel besser da. Dies wird als Ermutigung betrachtet, da "wesentliche Veränderungen von Betrieb und Management als Teil eines Modernisierungsprozesses die notwendige Grundlage für eine Steigerung des Pro-Kopf-BIP sowie der Innovationsfähigkeit bilden können." Das EIS-Arbeitspapier wird verwendet, um die wichtigsten Veränderungen in der Innovationspolitik zu identifizieren, die erfolgen müssen, um die Ziele von Lissabon zu erreichen. Zudem wird die Kommission statistische Daten und Methoden auf den neuesten Stand bringen. Die Kommission verpflichtet sich darüber hinaus, einen politischen Dialog mit den Mitgliedstaaten auf der Grundlage der offenen Koordinierungsmethode zu führen im Hinblick auf die Einrichtung eines gemeinsamen Rahmenwerks innovationspolitischer Ziele.

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