Auszeichnungen und Proteste zeigen die konträren Haltungen zur Nanotechnologie
Genau an dem Tag, an dem die deutsche Bundesregierung Preisgelder von insgesamt 27 Millionen Euro an junge Forscher aus dem Bereich der Nanotechnologie vergab, wurde in GB eine Konferenz zum Nanotechnologiegeschäft von Demonstranten gestört. Die deutschen Zuschüsse gingen an 17 junge Forscher, die nun ihre eigenen Forschungsgruppen bilden werden. Die von den Preisträgern verfolgten Projekte betreffen sehr unterschiedliche Anwendungen der Nanotechnologie, beispielsweise auf den Gebieten Materialforschung, Chemie, Biologie und Elektronik. Bei der Verleihung der Preise erklärte Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dass diese Initiative Deutschland bei der Bekämpfung des Brain Drain geholfen habe. Zwei der Preisträger kommen nicht aus Deutschland, und sechs weitere haben aufgrund dieser Zuschüsse ihre Pläne für einen Umzug ins Ausland aufgegeben. Während man in Berlin ein Loblied auf die Nanotechnologie sang, brachten in Buckinghamshire, GB, Demonstranten und Gegner der Nanotechnologie gegenüber den Delegierten der Konferenz "Nanotechnology - delivering business advantage" (Nanotechnologie und ihre Geschäftsvorteile) ihre Sorgen über Fragen in Verbindung mit der Nanotechnologie zum Ausdruck. Hauptanliegen waren dabei die Toxizität der Nanopartikel, die militärische Nutzung der Nanotechnologien, zunehmende Kontrollen und Überwachung durch Nanosensoren, Patente für Stoffe und die Umgehung von Behindertenrechten.
Länder
Deutschland, Vereinigtes Königreich