Österreich fördert 11 neue Forschungsprojekte unter der Leitung von Frauen
Österreichs Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer hat am 9. Dezember im Rahmen des Hertha-Firnberg-Programms Beihilfen an 11 Wissenschaftlerinnen vergeben und erklärte: "Wir müssen Frauen fördern, damit Wissenschafterinnen den ihnen zustehenden Platz in einem noch immer männlich dominierten Wissenschaftssystem erhalten." Das Programm wurde 1998 ins Leben gerufen und richtet sich an Frauen in allen Wissenschaftsdisziplinen, die ein Doktoratsstudium abgeschlossen haben. Seit Beginn des Programms wurden damit 59 Wissenschaftlerinnen unterstützt, von denen 32 mittlerweile ihre Projekte abgeschlossen haben. Das Budget des Programms für 2004 beläuft sich auf 1,3 Millionen Euro. Frauen stellen in Österreich 55 Prozent aller Studenten und 40 Prozent der Doktoraten. Die Themenvielfalt der in diesem Jahr ausgezeichneten Projekte reicht von den Auswirkungen steigender Kohlendioxydwerte auf Pflanzen, Pflanzenfresser und deren Parasiten über Verwandtschaftsehen und deren Verbote im regionalen Vergleich bis hin zur Analyse frauenfeindlicher Texte im Alten Testament.
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