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Inhalt archiviert am 2023-03-01

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Start eines neuen RP6-Projekts zu Muskelpathologie

Die Europäische Kommission stellt zwölf Millionen Euro für ein neues Exzellenznetz zur Verfügung, in dem 37 europäische Forschungsgruppen vereint sind. Im Rahmen des Projekts sollen weitere Erkenntnisse über die Entwicklung, Funktion und Reparation von Muskeln gewonnen werden....

Die Europäische Kommission stellt zwölf Millionen Euro für ein neues Exzellenznetz zur Verfügung, in dem 37 europäische Forschungsgruppen vereint sind. Im Rahmen des Projekts sollen weitere Erkenntnisse über die Entwicklung, Funktion und Reparation von Muskeln gewonnen werden. MYORES, das unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert wird, hat zum Ziel, Therapien für verschiedene Muskelpathologien zu entwickeln. In Europa sind etwa 300.000 Menschen von Muskeldystrophien betroffen. Alte Menschen leiden oft unter Muskeldegeneration, welche zu eingeschränkter Mobilität und Verlust der Unabhängigkeit führt. Die MYORES-Partner beteiligen sich an sechs Hochtechnologie-Plattformen. Die aus der Forschung in diesen Plattformen gewonnenen Daten werden in einer gemeinsamen zentralen Datenbank, MYOBASE, gesammelt, um den Zugang zu den Ergebnissen für alle Mitglieder des Netzes zu erleichtern und zu beschleunigen. Die Forschung wird gleichzeitig an sechs verschiedenen Tiermodellen, wie z. B. Hühnern und Mäusen, wirbellosen Tieren und höheren Wirbeltieren, durchgeführt. "Die Idee ist, so schnell wie möglich an einfachen, bereits bekannten Organismen die Funktion und Rolle gemeinsamer genetischer Nenner zu bestimmen, die bei der Muskelentwicklung mitwirken und während der biologischen Evolution insbesondere beim Menschen erhalten geblieben sind", erklärt das MYORES-Konsortium. "Dies wird es Wissenschaftlern ermöglichen, zu einem besseren Verständnis der molekularen Mechanismen zu gelangen, die in den Reparationssystemen menschlicher Muskeln ablaufen." Jüngste Demonstrationen haben gezeigt, dass während der Evolution viele der molekularen Mechanismen, die die Muskeldifferenzierung regulieren, größtenteils erhalten geblieben sind. Wie die Partner erklären, können molekulare Pfade bei wirbellosen Tieren leicht untersucht werden. MYORES wird daher diesen Vorteil nutzen und das aus diesen Systemen gewonnene Wissen ausweiten, um die Genfunktion in höheren Wirbeltieren zu bestimmen. Durch diesen Aspekt wird das Projekt einzigartig und es steht damit international an der Spitze, was Erkenntnisse über die Genfunktion während der normalen Muskelentwicklung und bei Muskelerkrankungen betrifft. Das Netz wird die gewonnen Ergebnisse aus den verschiedenen Modellen verbreiten und sie auf spezifische Muskelpathologien beim Menschen anwenden. Eine Million Euro sind vorgesehen, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu fördern, diese Ergebnisse bei der Entwicklung neuer Therapien zu nutzen.

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