Projektteam legt Rangliste der MOEL-Tierkunde-Organisationen vor
Im Rahmen eines mit EU-Mitteln finanzierten Projekts zur Katalogisierung der Forschungskapazitäten und -aktivitäten im Bereich Tierkunde in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) wure ein erster Bericht zu den Projektergebnissen vorgelegt. Gleichzeitig wurde die Wissenschaftsgemeinschaft aufgerufen, Feedback einzureichen. Das Projekt CEC Animal Science zur Unterstützung von Tierkunde-Organisationen aus mitteleuropäischen Beitrittsländern verfolgt das Ziel, Tierkunde-Organisationen aus den MOEL besser in die EU-Forschungsgemeinschaft zu integrieren. In einer ersten Phase soll darüber informiert werden, welche Aktivitäten im Bereich Tierkunde in diesen Ländern bestehen. Nach Aussage der Projektpartner hängt der Wert des Berichts von der Anzahl der Organisationen ab, die Informationen eingebracht haben. Ein Fragebogen, der an verschiedene Forschungsorganisationen versandt worden war, erzielte eine gute Anwortrate, und das Konsortium hofft nun, im Rahmen einer Konsultationsphase bis zum 15. Mai ihre Datenbank erweitern zu können. Die Umfrage richtet sich an folgende Länder: Bulgarien, Tschechische Republik, Ungarn, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei und Türkei. Im Rahmen des Projekts wurden in den vergangenen drei Jahren bereits umfangreiche Informationen zu den Aktivitäten in den folgenden sechs Schlüsselbereichen gesammelt: - Anzahl der internationalen Veröffentlichungen nach Sektoren und Tierarten; - Anzahl der Dozenten, die zu internationalen Kongressen eingeladen wurden, nach Sektoren; - Anzahl der Preise und Auszeichungen; - Anzahl der Patente nach Sektoren; - Anzahl der entwickelten Tools und Methoden nach Sektoren; - Anzahl der aufgestellten Standards nach Sektoren. Anhand dieser Angaben sowie der Informationen zur Größe der verschiedenen Organisationen konnten die Partner die MOEL-Organisationen nach spezifischen Kriterien einordnen und eine allgemeine Rangliste nach ihrem jeweils erzielten Gesamtergebnis erstellen. Auf Platz 1 dieser Rangliste steht das polnische Forschungsinstitut für Tierproduktion, gefolgt vom slowakischen Forschungsinstitut für Tierproduktion sowie der Fakultät für Landwirtschaft der tschechischen Universität Südböhmen. In der Liste der 45 besten Forschungsorganisationen sind Polen, die Tschechische Republik und die Türkei mit jeweils acht Einträgen am stärksten vertreten. Die Türkei ist allerdings das einzige Land, dessen acht Studien nicht in den Top-Ten-Einträgen rangieren. Der mit 35 Prozent höchste Anteil der Publikationen betraf die beiden wissenschaftliche Fachbereiche "Genetik und Zucht" und "Tierernährung und Futtermittel". Nach Aussage der Projektpartner gibt die Rangliste darüber Auskunft, welche Organisationen über die besten Kompetenzen im Bereich Tierkunde verfügen. Diese Informationen könnten ihrer Ansicht nach für die Europäische Kommission bei der Festlegung künftiger gemeinschaftlicher Unterstützung hilfreich sein.
Länder
Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei