Microsoft kündigt neue Grundlagen der Softwareforschung an
Microsoft hat einen neuen Forschungsansatz für Personal Computing angekündigt, da sich die in der Vergangenheit für die Computerwelt geltenden Prinzipien geändert hätten. Am 15. Juni sagte der geschäftsführende Direktor von Microsoft Research Cambridge, Andrew Herbert, aufgrund der Verfügbarkeit schnellerer und leistungsfähigerer Prozessoren seien die Grundlagen des Softwaredesigns des 20. Jahrhunderts heute technisch größtenteils überholt. "Hardware hat sich heute so stark weiterentwickelt, dass auch eine neue Herangehensweise an die Software-Programmierung erforderlich geworden ist. Da uns von Seiten der Hardware keine Grenzen mehr gesetzt sind, können wir neue Arten von Software für die nächste Generation des Personal Computing entwickeln", sagte Herbert. Während Computer-Software früher mit dem Ziel entwickelt wurde, die bestehenden Hardware-Einschränkungen zu umgehen, zum Beispiel virtuellen durch realen Speicher zu ersetzen, profitiert Software heute von den Möglichkeiten moderner Programmiersprachen. Diese verringern den Bedarf an virtuellem Speicher und optimieren durch erhöhte Kapazitäten die Suche und das Indizieren von Dateisystemen, ist Microsoft überzeugt. Microsoft Research steht heute zum Beispiel vor den folgenden Herausforderungen: - Systeme wie sich selbst kontrollierende Software-Proofs können die derzeitigen Beschränkungen bei Testverfahren überwinden und ermöglichen die Entwicklung stabilerer, virusfreier Software; - neue Zugriffsmodelle bieten verbesserte Methoden zur Suche und Organisation von Dateien. Damit lässt sich die Überflutung mit Informationen, wie sie hierarchische Systeme erzeugen, vermeiden; - neue Arten des Zusammenspiels von Computern beschränken den Einsatz von Software nicht mehr auf den Desktop und ermöglichen beispielsweise interaktive Oberflächen; - "intelligente" Software, die auf der Wahrnehmung des Computers basiert.