Deutschland fördert Sicherheitsforschung in der grünen Gentechnik
Die deutsche Bundesregierung wird in den kommenden drei Jahren Forschungsarbeiten im Bereich Sicherheit gentechnisch veränderter (GV) Pflanzen mit zehn Millionen Euro fördern. In 24 Projekten sollen die Auswirkungen von GV-Pflanzen auf die Effektivität von Antibiotika und Herbiziden untersucht werden. Antibiotikaresistenz-Marker sind wichtige Instrumente für die Entwicklung gentechnisch veränderter Kulturen. Sie werden zur Identifizierung und Isolierung eines Gens oder mehrerer Gene genutzt, das/die von einer Pflanze in eine andere Pflanze integriert wurde/n, die anschließend gentechnisch verändert wird. Sieben Projekte beschäftigen sich mit der Entfernung von Antibiotika- und Herbizidresistenzgenen. Die Forscher werden versuchen, Methoden zur Entfernung des Markergens zu entwickeln, nachdem Pflanzen erfolgreich transformiert wurden, oder zu gewährleisten, dass es nur in einem bestimmten Bereich des Genoms präsent ist, um unerwünschte Nebeneffekte zu vermeiden. Neun Projekte werden sich mit transgenen Maissorten beschäftigen. Diese enthalten das Bt-Gen, das eine Resistenz gegen bestimmte Insekten vorweist, die den Wurzelbereich der Maispflanzen schädigen. Im Rahmen der Projekte sollen die ökologischen Auswirkungen des Anbaus von BT-Mais sowie mögliche Resistenzentwicklungen der Insekten gegenüber dem Gen untersucht werden. Weitere Projekte werden die biologische Sicherheit transgenen Getreides mit gentechnisch vermittelter Pilzresistenz sowie die Auswirkungen des Anbaus transgener Kartoffeln auf die Bodenqualität untersuchen.
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