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PiedPiper®: smart pest control

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Ethisch korrekte Nagetierbekämpfung

Die weltweite Rattenpopulation wird auf 60 Milliarden oder erstaunliche acht Ratten pro Mensch geschätzt. Das EU-Projekt PiedPiper hat ein revolutionäres Schädlingsbekämpfungssystem entwickelt, um dem Auftreten des Phänomens der antikoagulanzienresistenten Superratte entgegenzuwirken.

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Als erste dieser Art hat die Initiative PiedPiper eine neuartige Schädlingsbekämpfungslösung entwickelt, die nicht davon abhängt, dass die Nagetiere das Mittel aufnehmen. Dieses System beinhaltet ein Aerosol, das eine gemessene Dosis abgibt, die das Nagetier bei einer Anwendung töten kann. Vergleich mit anderen üblichen Lösungen für Nagetiere Das Gift durchdringt die Haut und ein schneller, ethisch vertretbarer Tod tritt innerhalb von 48 Stunden ein – im Vergleich zum wochenlangen Prozedere mit den gegenwärtig verfügbaren Antikoagulanzien, die mehrfach gefressen werden müssen. Infolgedessen werden zukünftige Nagetierpopulationen keine Resistenz gegen das neue Toxin entwickeln. „Unsere kostengünstige Formulierung basiert auf Cholecalciferol, das für Nagetiere tödlich, aber für Menschen und andere Arten sicher ist. Es ist zu 100 % wirkungsvoll, was in unabhängigen Studien bewiesen wurde, und hinterlässt keine Rückstände in der Umwelt“, beschreibt Projektkoordinator Steve Goode, Geschäftsführer von Biotronics Ltd. „Während unsere Technik recht komplex ist, ist ihre Anwendung und der Einsatz an sich sehr einfach – anschließen und loslegen, hinstellen und vergessen“, betont Goode. Die Kosten für den Betrieb der Einheiten sind deutlich geringer als bei Schlagfallen oder Stromschlagsystemen, da diese Geräte nach jeder Tötung wieder neu beködert und unter Strom gesetzt werden müssen, was den CO2-Fußabdruck vergrößert. Im Vergleich zu Antikoagulanzien hinterlassen die chemischen Stoffe von PiedPiper keine Rückstände für 40 Jahre. Das Hauptgift hinterlässt faktisch keine Rückstände irgendwelcher Art. Überwältigende Bestätigung der Funktionsfähigkeit und des Technologiebedarfs Die Projektforscher erstellten eine Machbarkeitsstudie, in der die PiedPiper-Technologie betrachtet wird, und wie sich diese in die aktuellen und zukünftigen Marktbedürfnisse der Nagetierbekämpfung einfügt. Zentrale Schlussfolgerung war, dass Antikoagulanzien in den europäischen und australischen/neuseeländischen Märkten nur noch zeitlich begrenzt anwendbar sind. Auch in den Vereinigten Staaten (USA) besteht ein gewisser Druck, die Abhängigkeit von den Antikoagulanzien zu verringern, da sie keine zuverlässige oder wirksame Bekämpfung mehr darstellen. Eine Überprüfung der Rechte des geistigen Eigentums ergab, dass Biotronics Ltd. über aktuelles geistiges Eigentum in Australien verfügt, dem ersten Land, das die transdermale Rodentizidtechnologie zugelassen hat. Nun werden große Regionen nachfolgen. „Wir haben auch eine Evaluation des Wertes des US-Marktes im Zusammenhang mit unserem Patent auf Grundlage von Zahlen unseres vorgeschlagenen Vertriebspartners vorgenommen. Die unabhängige Bewertung ergab 16 Mio. GBP oder 18 Mio. EUR“, gibt Goode an. Als eine zusätzliche Bestätigung der potenziellen Nachfrage nach der PiedPiper-Technologie zielt das Projekt Predator Free New Zealand darauf ab, bis 2050 alle invasiven Arten aus dem Land zu verbannen. „Wir sehen daher ein enormes Potenzial für das PiedPiper-System und haben Biotronics Australasia gegründet, um diese Chance zu nutzen“, erläutert Goode. Nächste Schritte – Nagetierbekämpfung der Zukunft Eine unabhängige Patentprüfung hat bestätigt, dass die PiedPiper-Technik patentierbar ist. Nächste Schritte werden die Kommerzialisierung der Technologie in der EU, Australasien und den USA sein. Die Projektmitglieder sind mit einigen großen Schädlingsbekämpfungsunternehmen im Gespräch, um eine Partnerschaft mit Biotronics einzugehen, und diese Technologie in einem auf über 20 Mrd. Euro geschätzten internationalen Markt zu verwerten. „Wir werden 2019 mit unserem neuen EU-Unternehmen mit Sitz in Irland eine SMEI-Phase-2-Finanzhilfe beantragen“, ergänzt Goode. Die PiedPiper-Nagtierbekämpfungstechnik kann auch an die Bekämpfung von anderen Schädlingspopulationen angepasst werden. Goode schließt mit seiner Vision der Nagetierbekämpfung der Zukunft: „Der Schutz der wild lebenden Tiere steht ganz oben auf unserer Agenda, da die derzeit üblichen chemischen Stoffe zur Bekämpfung von Nagetieren nicht die verschiedenen Arten berücksichtigen. Bald werden wir über ein System verfügen, das die Arten erkennt und entscheidet, ob es sich um eine Zielspezies oder eine zu schützende Art handelt. Dann kann eine entsprechende Behandlung erfolgen.“

Schlüsselbegriffe

PiedPiper, Nagetierbekämpfung, Gerinnungshemmer, Schädlingsbekämpfung, Toxin, Gift, human, Cholecalciferol, sicher, geistiges Eigentum, Rodentizid, Nagetierbekämpfungsmittel

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