Potocnik: Konvergenzregionen können vom auf Spitzenforschung basierten Rahmenprogramm profitieren
Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, hat das Prinzip der Spitzenforschung des Rahmenprogramms verteidigt und Bedenken, dass es Forscher in weniger entwickelten Regionen der EU übermäßig benachteiligt, aus dem Weg geräumt. In einer Rede vor Vertretern der so genannten Konvergenzregionen der EU am 13. Februar in Warschau, Polen, sagte Potocnik: "Einige behaupten, dass Forscher in Konvergenzregionen aufgrund ihrer Probleme in Bezug auf Infrastruktur und wirtschaftliche und institutionelle Organisation keine Chance im Wettbewerbskonzept des Rahmenprogramms haben und immer mehr als 'weniger hervorragende' Forscher ausgegrenzt werden. Dies ist aus mehreren Gründen nicht richtig." Durch die Rahmenprogramme konnten innovative Unternehmen in Konvergenzregionen Kontakte zu großen Technologienetzwerken knüpfen und ihr Profil und ihre Kapazität stärken, betonte er. Unterdessen haben Universitäten innovative Wege eingeschlagen, um ihre Forschungsmodelle zu den Antriebskräften für Entwicklung in ihren Regionen zu machen. "Rahmenprogrammprojekte haben dabei geholfen, regionale Abgeschiedenheit und technologische Provinzialität zu bekämpfen", fügte der Kommissar hinzu. Im Rahmen der Pläne für das Siebte Rahmenprogramm (RP7) wies Potocnik insbesondere auf das Programm "Unlocking Research Potential" ("Freisetzung des Forschungspotenzials") hin, mit dem für Konvergenzregionen 554 Millionen Euro zur Unterstützung der Entsendung von Forschungsmitarbeitern, zum Erwerb von Forschungsausrüstung, zum Technologietransfer und zur Organisation von Konferenzen bereitgestellt werden. '[ ] Alle Regionen müssen sich der Herausforderung des Aufbaus einer Wissenswirtschaft stellen. Wir werden versuchen, Konvergenzregionen die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen", so der Kommissar abschließend. "Man darf nicht vergessen, dass die europäische Forschung weiterhin nach Spitzenleistungen streben muss. Wir befinden uns im globalen Wettbewerb, daher müssen wir Experten fördern und unterstützen, die in diesem weltweiten Wettbewerb bestehen können."