Neues professionelles Lerncluster führt über 50 Partner zusammen
Eine Reihe von EU-Projekten schließt sich zur Förderung der Forschung im Bereich technologiegestütztes Lernen zusammen. An der Initiative sind über 50 Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt. Das neue professionelle Lerncluster (PRO-LC) vereint ein Exzellenznetz (NoE), drei Integrierte Projekte (IP) und mehrere kleinere spezifische gezielte Forschungsprojekte (STREP), die alle unter dem Bereich "Technologien der Informationsgesellschaft" (IST) des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) gefördert werden. Professor Wolfgang Nejdl, Koordinator des Exzellenznetzes PROLEARN und Direktor des Forschungszentrums L3S in Deutschland, betonte die Notwendigkeit einer Koordination: "Europäische Unternehmen müssen technologiegestützte Lernlösungen fördern und diese in ihre IT- und Unternehmensinfrastrukturen integrieren. Die Projekte im Rahmen des Clusters PRO-LC werden Europa in diesem wichtigen Bereich einen Wettbewerbsvorteil verleihen." PRO-LC soll als zentrale Anlaufstelle für Informationen und Lösungen für Unternehmen und Forschungsorganisationen fungieren, die auf dem Gebiet des technologiegestützten professionellen Lernens tätig sind. PROLEARN wird sich weiterhin auf die Integration von technologiegestütztem Lernen, Wissensmanagement und Geschäftsprozessmanagement in professionelle Lernumgebungen konzentrieren, während das IP PROLIX Lösungen für die Verbindung von e-Learning-Umgebungen mit Geschäftsprozessmodellierungstools bereitstellen wird. TENCompetence, ebenfalls ein IP, wird mit der Bereitstellung einer europäischen dienstleistungsbasierten Open-Source-Infrastruktur die lebenslange Kompetenzentwicklung des Einzelnen, von Teams und Organisationen fördern, und das IP APOSDLE wird durch Förderung informeller Lernmaßnahmen im Zusammenhang mit ihrer täglichen Arbeit die Produktivität von Kopfarbeitern verbessern. Laut einer Stellungnahme des Clusters wird es "eine enge Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Forschungsinstituten und Unternehmen erleichtern und fördern, den Austausch von Ergebnissen und Infrastrukturen ermöglichen und neue Forschungsaspekte im Bereich des technologiegestützten Lernens, die für künftige Initiativen und Programme relevant sind, bestimmen". Die Mitglieder des Clusters PRO-LC werden gemeinsam mit anderen Behörden wie z. B. dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) an der Standardisierung arbeiten.