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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Nizza-Manifest will Brustkrebsforschung stärken

Ein Manifest, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Brustkrebsforschung zu stärken und die Standards in der Patientenversorgung zur verbessern, wurde Ärzten, Pflegepersonal und Lobbygruppen bei der europäischen Brustkrebskonferenz in Nizza, Frankreich, vorgestellt. Das Nizza-Ma...

Ein Manifest, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Brustkrebsforschung zu stärken und die Standards in der Patientenversorgung zur verbessern, wurde Ärzten, Pflegepersonal und Lobbygruppen bei der europäischen Brustkrebskonferenz in Nizza, Frankreich, vorgestellt. Das Nizza-Manifest stellt eine Verpflichtung aller Beteiligten dar, die Behandlung von Brustkrebs zu verbessern. Brustkrebs ist in Europa nach wie vor die unter Frauen am weitesten verbreitete Krebsart. Das Dokument wird von den drei Gastgebern der Konferenz unterstützt: der Europäischen Koalition gegen Brustkrebs, der Europäischen Organisation für Brustkrebsforschung und -behandlung und der Europäischen Gesellschaft für Mastologie. Die beiden Vorsitzenden der Konferenz, Dr. Alberto Costa und Dr. Stella Kyriakides, sagten: "Europa hat jetzt 500 Millionen Einwohner. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen, und mindestens eine von zehn wird an Brustkrebs erkranken. Das Nizza-Manifest ist ein Versprechen, die Brustkrebsbehandlung und -versorgung für alle diese Patientinnen in Europa zu verbessern. Es ist ein Grundrecht der Patienten, die beste Versorgung zu erwarten, und mit diesem Manifest will sich die Konferenz der Herausforderung stellen." Eines der sieben Ziele des Manifests ist es, Brustkrebsforschung zu verbessern und zu unterstützen. "Die unabhängige Hochschulforschung ist aufgrund ungenügender Mittel in vielen europäischen Ländern in Gefahr. [...] Studien, die wichtige klinische Fragen beantworten, und die potenziell unser Wissen der biologischen und genetischen Basis der Krankheit erweitern, sollten Priorität erhalten", heißt es in dem Manifest. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verbesserung der Anzahl und der Qualität der Screening-Programme in Europa. Mehr und bessere Screening-Programme, die am Ort der Versorgung gratis angeboten werden, würden Expertenmeinungen zufolge viele Leben retten, und Frauen sollten aktiv ermutigt werden, an diesen Screening-Programmen teilzunehmen. Das Manifest fordert Forscher und Kliniker auf, kreativ bei der Konzeption von diagnostischen Systemen zu sein, die die Prognose über den Verlauf der Krankheit verbessern. So würde zum Beispiel mehr Wissen über den genetischen Aufbau eines Tumors nicht nur helfen, die Geschichte der Krankheit aufzuklären, sondern auch die wahrscheinliche Reaktion auf Standardtherapien und gezielte Behandlung zu ermitteln. Darüber hinaus fordert das Dokument eine stärkere Anerkennung der wesentlichen Rolle, die gemeinnützige Organisationen für die unabhängige Brustkrebsforschung spielen. "Diese gemeinnützigen Organisationen sollten dazu ermutigt werden, den potenziellen Nutzen ihrer Bemühungen für alle europäischen Patientinnen zu erkennen und ihre Arbeit noch zu erweitern", schließt das Manifest.

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