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Laut MdEP kann CORDIS beim Aufbau des EFR helfen

Laut Jerzy Buzek, MdEP und Berichterstatter des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments für das Siebte Rahmenprogramm (RP7), kann CORDIS die europäische Forschung auf drei Arten fördern. CORDIS, der Informationsdienst der Gemeinsch...

Laut Jerzy Buzek, MdEP und Berichterstatter des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments für das Siebte Rahmenprogramm (RP7), kann CORDIS die europäische Forschung auf drei Arten fördern. CORDIS, der Informationsdienst der Gemeinschaft für Forschung und Entwicklung, gehört seit seinem Umzug im Jahr 2004 von der GD Unternehmen der Europäischen Kommission zum Amt für Veröffentlichungen der EU zu allen EU-Institutionen. In diesem Zusammenhang fand am 19. April im Europäischen Parlament ein informeller Meinungsaustausch zwischen mehreren MdEP zu CORDIS und dem RP7 statt. "Wir möchten Ihnen ganz deutlich machen, dass unsere Dienstleistungen für Forschung und Innovation Ihren Bürgern zu Gute kommen", sagte Thomas L. Cranfield, Generaldirektor des Amts für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, bei der Eröffnung der Debatte. Buzek sprach die wichtige Rolle von CORDIS bei der Förderung des Zusammenhalts der 25 Mitgliedstaaten und der Nutzung ihrer Ressourcen in der EU, also Verhinderung von Brain Drain, bei der Koordination ähnlicher Programme, wie z. B. der Forschungsrahmenprogramme, des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und der Strukturfonds, sowie bei der Vermeidung einer Fragmentierung der Forschung an. Er betonte darüber hinaus den Mehrwert, den CORDIS zur Schaffung des Europäischen Forschungsraums (EFR) liefert. "Eine wichtige Frage ist, wie alle 25 Länder involviert werden können und im weltweiten Wettbewerb eine Spitzenposition erlangt werden kann", sagte Buzek. "CORDIS kann uns helfen, alle 25 Länder zusammenzuhalten." In Bezug auf die Rolle von CORDIS bei der Vermeidung von Fragmentierung betonte Buzek, wie wichtig es sei, zu verhindern, dass der Europäische Forschungsrat von der übrigen europäischen Forschung getrennt wird, und Gemeinsame Technologieinitiativen umzusetzen. Kurt König, Leiter des CORDIS-Referats beim Amt für Veröffentlichungen, stimmte den von Buzek angesprochenen Punkten zu: "Wir würden mehr unternehmen, wenn es von uns abhängig wäre. Wir stehen der Idee der Zusammenführung - beispielsweise von CIP und Siebtem Rahmenprogramm - sehr offen gegenüber." König erläuterte außerdem, dass eine der Herausforderungen für CORDIS in der Umgestaltung des Zugangs zu den vom Dienst veröffentlichten Informationen bestehe, um der Logik des Anwenders, anstatt der des Finanzierungsprogramms oder einer speziellen institutionellen Struktur zu entsprechen. Buzek und Philippe Busquin, MdEP und ehemaliger Forschungskommissar, brachten das geplante Europäische Institut für Technologie (EIT) zur Sprache. "Wenn es sich bei dem EIT um ein virtuelles Netzwerk handeln sollte, wäre eine Synergie mit CORDIS möglich?", fragten sie. Andere Fragen von MdEP bezogen sich auf die Möglichkeiten für Einzelpersonen, beim CORDIS-Dienst Informationen einzureichen, Informationen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Informationen zu nationalen Programmen. Busquin betonte wie wichtig es sei, Informationen zu den nationalen Programmen aller EU-Mitgliedstaaten zentral an einem Ort abrufbar zu haben. König wies darauf hin, dass CORDIS nationale Dienste für 34 europäische Länder sowie 33 "Regionale Dienste" umfasst. Ein sehr kontrovers diskutiertes Thema war die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen oder genauer gesagt, der Mangel an öffentlich zugänglichen Forschungsergebnissen. "Als wir CORDIS übernommen haben, habe ich äußerst überrascht festgestellt, dass die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung nicht veröffentlicht werden müssen", sagte Cranfield. Er wandte sich direkt an die MdEP und sagte, dass nun - während der interinstitutionellen Diskussionen über das RP7 - möglicherweise der richtige Zeitpunkt sei, um sicherzustellen, dass Forscher, die von der EU gefördert werden, ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen, es sei denn, es steht geistiges Eigentum auf dem Spiel. Dies wurde auch in einer kürzlich von der Kommission veröffentlichten Studie zu Open Access vehement gefordert.