Kommission und Amazonasländer begründen Partnerschaft
Die Europäische Kommission und die Organisation des Amazonaspaktes (OTCA) wollen gemeinsam die Einrichtung von Umweltinformationssystemen im Amazonasgebiet unterstützen. Das Amazonasgebiet spielt eine wichtige Rolle für das Weltklima, denn hier findet man nicht nur ein Drittel der biologischen Vielfalt bzw. ein Fünftel der Süßwasservorkommen unseres Planeten, sondern auch den längsten Fluss und den größten Regenwald der Erde. Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (GFS) und die OTCA erwägen die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, um den Rahmen ihrer zukünftigen Zusammenarbeit festzulegen. Im Rahmen der Partnerschaft soll die Europäische Kommission Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Amazonasgebiet in einer Reihe von europäischen Politikfeldern, z. B. wissenschaftliche Zusammenarbeit, Zusammenarbeit bei Entwicklungsfragen, Umwelt und Landwirtschaft, unterstützen. Diese Vereinbarung würde auch nationale Anstrengungen der Amazonasländer zur Erhebung neuer, verlässlicherer Daten für das Amazonasgebiet ergänzen. Beispielsweise könnte die GFS neue Schätzungen zum weltweiten Ausmaß der Rodung tropischer und borealer Wälder auf der Erde anstellen. Im Vorfeld fand 2005 ein Expertenworkshop statt, an den sich vom 22. und 23. Mai eine Diskussionsrunde in Brasilien anschließen wird. OCTA ist eine von den acht südamerikanischen Anrainerstaaten des Amazonasbeckens und des Regenwaldes gegründete multilaterale Organisation. Ihr gehören Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Suriname und Venezuela an. Ihr Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung dieser wichtigen Ökoregion zu fördern.
Länder
Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Suriname, Venezuela