Grüne Woche - Umweltpreise für 2006
Nicholas Hanley, Referatsleiter für Kommunikation und Governance in der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission, vergab am 1. Juni den Europäischen Umweltpreis 2006 ("European Business Awards for the Environment"), mit dem viele neue umweltfreundliche Technologien ausgezeichnet wurden. Er überreichte außerdem Preise für Städte und Schulen. Der Preis wurde in fünf Kategorien vergeben. Die Auszeichnungen gingen an Unternehmen aus dem VK, Spanien, den Niederlanden, Finnland und Italien. Der Städtepreis für Mobilität ging an Kopenhagen, und Sieger des Schulwettbewerbs wurden dieses Jahr Schüler aus Lettland und Griechenland. Für den Umweltpreis gab es mehr Bewerber denn je. Es gingen 139 Beiträge aus 23 Ländern ein. Die Sieger wurden von einem Gremium ausgewählt, das sich aus zwölf Umweltexperten aus Wirtschaft, Hochschule und Forschung, Nichtregierungsorganisationen sowie öffentlicher Verwaltung zusammensetzt. Den Produktpreis teilten sich das britische Unternehmen Windsave LTD und das spanische Unternehmen DTS OABE. Windsave stellt kompakte Windkraftanlagen aus Recyclingmaterialien her, die für Häuser oder Büros verwendet werden sollen. Sie können von Haushalten oder kleinen Unternehmen eingesetzt werden, um die Belastung der nationalen Netzsysteme zu reduzieren. DTS OABE entwickelte ein umweltfreundliches Pestizid, das in einem Lack angewandt wird. Dank des Systems wird weniger Pestizid verwendet und es ist wesentlich weniger toxisch, weswegen es für Schulen oder Krankenhäuser geeignet ist. Der Preis für Verfahren ging an die Volkswagen AG für die Entwicklung eines industriellen Verfahrens zur Gewinnung von Rohstoffen für neue Fahrzeuge aus geschredderten Rückständen von Altfahrzeugen. Während die Metallteile von Fahrzeugen bereits seit einiger Zeit recycled werden, konzentriert sich dieses neue Verfahren auf die 20 Prozent von Teilen, die nicht leicht recyclebar sind. Das Gremium hat anerkannt, dass die Verfahren der künftigen EU-Gesetzgebung in diesem Bereich vorgegriffen haben. Der Managementpreis ging an das italienische Unternehmen Sotral SpA - ein kleines Unternehmen mit nur 18 Mitarbeitern - für seinen revolutionären Ansatz im Verpflegungsbereich. Das Unternehmen plant mit großer Genauigkeit seine Logistikkosten und reguliert sie dann genau, wodurch seine Umweltauswirkungen minimiert und sein Gewinn maximiert werden. Der Preis für internationale Zusammenarbeit ging an das in den Niederlanden ansässige Unternehmen iD-L Inspired Innovations für sein Produkt RagBag, attraktive Taschen, die in Indien aus wiederverwerteten Materialien hergestellt werden. Das Gremium war der Ansicht, dass die Methode bedeutende Anwendungen für andere Produkte bietet. Der Preis der Europäischen Mobilitätswoche ging an die Stadt Kopenhagen für ihr nachhaltiges städtisches Verkehrssystem, die Förderung des Car-Sharing und die dreitägige Beschränkung des Zugangs zur Innenstadt auf Fußgänger und Radfahrer. Die Schulpreise gingen schließlich an die siebenjährige Anastasija Caplinska aus Lettland (Malen und Zeichnen) und an das achte Gymnasium Thessaloniki, Griechenland.
Länder
Deutschland, Spanien, Italien, Niederlande, Vereinigtes Königreich