EIB fördert KMU in Mittelmeerländern
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat bekannt gegeben, dass sie sich mit 10 Millionen EUR an EUROMED, einem neuen Investmentfonds für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den Mittelmeerländern, beteiligen wird. Der in Mailand, Italien, angesiedelte Private-Equity-Fonds EUROMED ist somit mit 60 Millionen EUR ausgestattet und wird zur Erhöhung des Volumens der ausländischen Direktinvestitionen in KMU in Algerien, Ägypten, Marokko, Tunesien und anderen Mittelmeer-Drittländern beitragen. Gestützt auf ein Netz von Fondsmanagern im nordafrikanischen Raum identifiziert der Fonds in diesen Ländern Unternehmen, die für Joint Ventures mit europäischen Unternehmen in Frage kommen. Finanziert wird der Fonds von der italienischen Region Lombardei durch deren Finanzierungsinstitution Finlombarda S.p.A. sowie von der Mailänder Handelskammer. Der Beitrag der EIB erfolgt im Rahmen der Investitionsfazilität und Partnerschaft Europa-Mittelmeer (FEMIP), die 2002 eingerichtet wurde und Darlehen, Kapitalbeteiligungen und Zuschüsse zur Finanzierung von technischer Hilfe gewährt, um den Mittelmeer-Partnerländern insbesondere durch eine verstärkte regionale Integration eine wirtschaftliche und soziale Modernisierung zu ermöglichen. Die FEMIP fördert die Entwicklung des privaten Sektors durch die Übernahme von Eigenkapital- und Quasi-Eigenkapitalbeteiligungen an privaten Unternehmen. Philippe de Fontaine Vive, der für die FEMIP zuständige EIB-Vizepräsident, erklärte, die Fazilität sei mehr als eine reine finanzielle Unterstützung für EUROMED. "Die Bank ist bereit, ihr Know-how, das sie über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren im Rahmen von Private-Equity-Operationen in der Region erworben hat, mit dem Fonds zu teilen. Die Bank hofft, dass sich dieser Fonds zu einer neuen, zusätzlichen Finanzierungsquelle für die Unternehmen in diesen Ländern entwickeln wird, regionale Handels- und Industrieunternehmen unterstützen und die grenzüberschreitende Nord-Süd- und Süd-Süd-Zusammenarbeit fördern wird. Die Beteiligung der Bank signalisiert, dass die FEMIP die Entwicklung des Private-Equity-Sektors und - ganz allgemein - die des privaten Sektors in den jeweiligen Ländern unterstützt."