Unterstützung von Forschern bei der Charakterisierung von Proteinen
Ein neues europäisches Projekt wird den Weg für die Schaffung einer Bibliothek von Molekülen ebnen, die bei der Erkennung und Charakterisierung der Proteine im menschlichen Körper behilflich ist. An dem Projekt "ProteomeBinders" unter der Leitung des britischen Babraham Institute sind 28 Partner aus 13 Ländern beteiligt. Es wird unter dem Programm "Forschungsinfrastrukturen" des Sechsten Rahmenprogramms finanziert und soll bis zum Jahr 2010 laufen. Eine große Herausforderung in der Biologie stellen die Erkenntnisse darüber dar, inwiefern die in unseren Genen verschlüsselten und als Proteine dargestellten Informationen die biologische Organisation von Zellen, Gewebe und Organismen managen. "Dies erfordert eine umfassende, standardisierte Sammlung spezifischer proteinbindender Moleküle", erklärte der Projektkoordinator Dr. Mike Taussig. "ProteomeBinders zielt darauf ab, die erforderlichen Instrumente für die Erkennung und Charakterisierung aller relevanten menschlichen Proteine in Geweben und Flüssigkeiten in gesundem und in krankem Zustand bereitzustellen." Die Forscher werden Informationen zu Antikörpern, den am häufigsten verwendeten Proteinbindern, konsolidieren und zusammenstellen sowie alternative Proteinbindungssysteme wie Nukleinsäuren und Peptide bewerten. Sie planen die Integration vorhandener Infrastrukturen, die Überprüfung von Technologien und Methoden, die Standardisierung von Instrumenten und Anwendungen sowie die Erstellung einer Datenbank. Das menschliche Proteom besteht aus über 100 000 Proteinen und für viele Anwendungen werden mehrere Bindungsmoleküle für jedes Protein benötigt. Die Projektpartner hoffen, hunderttausende spezifischer Binder zu erzeugen und zu sammeln. Die daraus resultierende Infrastruktur wird für Wissenschaftler nützlich sein, die in einer Reihe von Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Diagnostik und Pharmazie arbeiten.
Länder
Vereinigtes Königreich