Online-Zugang zu Museumssammlungen des Baltikums
Dank eines neuen zentralisierten und webbasierten Datenbanksystems sind Sammlungen baltischer Museen nun online zugänglich. Das neue Managementsystem für Museumssammlungen wurde von lettischen, litauischen und estnischen Partnern im Rahmen von EUREKA, einer europaweiten, zwischenstaatlichen Initiative, die seit 1985 industrielle, marktorientierte Forschung unterstützt, entwickelt. Die Europäische Union ist neben 37 europäischen Ländern Mitglied von EUREKA. Immer mehr Museen entscheiden sich dazu, ihre Sammlungen online zugänglich zu machen, sodass man die großartigen kulturellen und historischen Schätze ganz einfach per Mausklick bewundern kann. Das mag für die kulturell Interessierten zwar bequem und kostengünstig sein, doch für kleinere Museen ist die Anschaffung der notwendigen Software zur Bereitstellung eines Online-Zugangs zu ihren Sammlungen eine kostspielige Angelegenheit. Doch hier kommt das Managementsystem für Museumssammlungen mit seiner zentralisierten Datenbank ins Spiel, das sowohl auf der Windows- als auch auf der Open-Source Linux-Betriebssystemplattform läuft und in dem die Museumssammlungen gespeichert sind. Durch eine gemeinsame Software- und Systemstruktur können die Museen sich die Entwicklungs- und Verwaltungskosten teilen. Das System verfügt darüber hinaus über einen einheitlichen Aufbau, wodurch es einfacher zu bedienen ist. Nach Aussagen der Projektpartner sollten Besucher, die die Museumssammlungen online anschauen, keine Schwierigkeiten bei der Navigation auf den Internetseiten haben, die mit Audio-Video-Clips ausgestattet sind und viele interessante Informationen zu unzähligen Kunstwerken liefern. Die Partner hoffen, dass durch das neue System ein größeres Interesse am baltischen Kulturerbe geweckt wird. Nach Abschluss des erfolgreichen Pilotprojekts in Lettland wird die Software nun kommerziell vertrieben. Allerdings arbeiten die Projektpartner laut eigenen Angaben weiter an einer Verbesserung der Software. "Wir haben eine extrem konfigurierbare und kosteneffektive Managementsoftware entwickelt, doch nun ist es noch wichtig, dass wir das Erscheinungsbild des Systems im Hinblick auf sein Design und zur Erhöhung seiner Interaktivität verbessern. Wir möchten über die reine Datenbank hinausgehen und möglicherweise interaktive Spiele integrieren", so einer der Projektpartner. Über einen Online-Zugang zu allen Museumssammlungen des Baltikums hinaus möchten die Projektpartner ein System entwickeln, das weltweit genutzt werden kann.
Länder
Estland, Litauen, Lettland