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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Neues EU-Ausbildungsnetzwerk für Forscher zur Untersuchung der Genregulation

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie hat in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten ein neues EU-finanziertes Projekt ins Leben gerufen, um das Phänomen der "Chromatinplastizität" näher zu untersuchen. Gleichzeitig soll dieses Projekt Nachwuchsforschern aus verschie...

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie hat in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten ein neues EU-finanziertes Projekt ins Leben gerufen, um das Phänomen der "Chromatinplastizität" näher zu untersuchen. Gleichzeitig soll dieses Projekt Nachwuchsforschern aus verschiedenen Fachgebieten die Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse zu erweitern. Das Material, aus dem die Chromosomen in unseren Zellkernen bestehen, wird als Chromatin bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine komplexe Struktur, die sich aus langen DNA-Molekülen zusammensetzt. Diese sind um Proteine gewunden und enthalten die genetischen Informationen des Menschen. Der Begriff "Chromatinplastizität" bezieht sich auf die Eigenschaft des Chromatins, im Laufe des Lebenszyklus einer Zelle seine Struktur zu verändern. Da der Struktur des Chromatins bei der Genregulation eine entscheidende Bedeutung zukommt, könnten Untersuchungen zur Chromatinplastizität dazu beitragen, unser Wissen über biologische Prozesse und Krankheiten zu erweitern. Beispielsweise könnten neue Erkenntnisse zum Alterungsprozess und zur Entstehung von Krebs gewonnen werden. Das Projekt zur Chromatinplastizität wird unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) mit Fördermitteln in Höhe von 3,7 Millionen Euro unterstützt. Da das Projekt Teil des Marie-Curie-Forschungsausbildungsnetzes ist, liegt ein Schwerpunkt auf der Ausbildung von Nachwuchsforschern durch Austauschprogramme, praktische Kurse und Besuche in Laboren von Projektpartnern. Das Forschungsziel der Projektpartner besteht darin, zu bestimmen, welche Prozesse die Veränderungen der Chromatinstruktur hervorrufen. Das Forscherteam hofft, tiefgehende Erkenntnisse zur Chromatinplastizität zu gewinnen, um letztendlich potenzielle Arzneimitteltargets bestimmen zu können. Dies soll durch die Kombination von Methoden und Ansätzen aus verschiedenen Fachgebieten, u. a. Strukturbiologie, Bioinformatik, Genetik, Immunologie und Arzneimitteldesign, erreicht werden. Dem Netzwerk gehören 13 Projektpartner aus neun Ländern an. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren.

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