EU finanziert Projekt zu Breitbandverbindungen über Stromleitungen
Die Europäische Kommission hat 9,6 Millionen Euro bewilligt, um die Entwicklung der nächsten Generation europäischer Stromleitungstechnologie zu fördern, die nationale Stromnetze zur Datenübertragung für Kommunikation und das Internet nutzt. Die Finanzhilfe aus dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) geht an die Open PLC European Research Alliance (OPERA), um die praktische Anwendung in Europa auf der Grundlage der ersten Spezifikation für Breitbanddatenübertragung über das Stromnetz (Power Line Communications, PLC) zu unterstützen. In den nächsten zwei Jahren wird das OPERA-Projekt die Errichtung eines preiswerten Breitbandzugangs für eine große Vielfalt von Anwendungen testen, zu denen der Hochgeschwindigkeitsbreitbandzugang, e-Learning, Telefonie, das intelligente Haus, neue Dienstleistungen über intelligente Stromnetze, Video on Demand, Sicherheit und e-Health gehören. Die Spezifikation, die im OPERA-Projekt übernommen wurde, basiert auf Technologie des spanischen BPL-Chip-Herstellers, DS2, und bietet eine Durchsatzrate von 200 Mbit/s. Sie wurde dann von einem Konsortium aus 37 Unternehmen entwickelt, zu denen Stromversorgungsunternehmen, Telekommunikationsanbieter und Universitäten aus 10 Ländern gehören. "Dies ist wahrhaftig ein wichtiger Schritt vorwärts für die Powerline-Übertragung. Das Ausmaß an Zusammenarbeit und Unterstützung von der Industrie war überwältigend und erlaubt es OPERA, eine Spezifikation zu erarbeiten, die den Anforderungen der globalen Stromerzeuger entspricht", sagte Victor Dominguez, Direktor für Strategie und Standardisierung bei DS2. Die neue Spezifikation wird Interoperabilität mit Technologien bieten, die nicht auf OPERA aufbauen, und so sicherstellen, dass zukünftige Versionen der OPERA-Technologie mit den heutigen Spezifikationen kompatibel sind. Außerdem wird dies den Weg für Investitionen in die Technologie ebnen, bevor sie tauglich für den Massenmarkt ist.