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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Patientenüberwachungssystem SAPHIRE tritt in Testphase ein

Ein EU-finanziertes Projekt, das ein intelligentes System für die Gesundheitsüberwachung und Entscheidungsunterstützung entwickelt, steht kurz vor dem Test zweier Anwendungen. Nachdem die technische Umsetzung abgeschlossen wurde, werden die Teststudien des SAPHIRE-Projekts sic...

Ein EU-finanziertes Projekt, das ein intelligentes System für die Gesundheitsüberwachung und Entscheidungsunterstützung entwickelt, steht kurz vor dem Test zweier Anwendungen. Nachdem die technische Umsetzung abgeschlossen wurde, werden die Teststudien des SAPHIRE-Projekts sich mit der Überwachung von Herzkreislaufpatienten in einem Krankenhaus in Rumänien sowie in Deutschland bei der häuslichen Pflege beschäftigen. Das System, an dem SAPHIRE arbeitet, könnte schließlich dabei helfen, Patienten aus den Intensivstationen schneller in normale Stationen zu überführen und junge Ärzte auszubilden und dabei das Risiko für Behandlungsfehler zu reduzieren. Aufbauend auf den Ergebnissen eines anderen von der EU finanzierten Projekts mit dem Namen ARTEMIS versucht SAPHIRE Daten kabelloser medizinischer Sensoren mit Krankenhausdaten auf einer einzigen Plattform zu vereinen. Eines der Hauptprobleme, vor dem ähnliche Projekte gestanden haben, war die Inkompatibilität von Daten, die auf verschiedenen Plattformen in zahlreichen Formaten gespeichert waren. Um dieses Problem zu überwinden, haben die Forscher von SAPHIRE zuerst eine ontologische Zuordnung durchgeführt, eine Methode für die Automatisierung der Kommunikation zwischen Computersystemen. "Im weiteren Verlauf haben wir festgestellt, dass eine XSLT-Zuordnung einige derselben Konversionen angemessen in viel kürzerer Zeit durchführen kann", sagte Mehmet Olduz des Software Forschungs- und Entwicklungszentrums an der Middle East Technical University (METU) in Ankara. "So hat das Team sowohl die Möglichkeiten der XSLT-Zuordnung als auch des ontologischen Mappings eingebunden, was zu einer beträchtlichen Leistungssteigerung des Systems geführt hat." Die sich hinter dem Kürzel XSLT (Extensible Style Sheet Language Transformation) verbergende Transformationsmethode kann Dokumente, die mit der Web 2.0 Auszeichnungssprache XML (Extensible Markup Language) geschrieben sind, in einen anderen Typ konvertieren. Demzufolge kann die Methode medizinische Aufzeichnungen in ein Standardformat übersetzen und sie mit den in Echtzeit gemessenen Vitalwerten der Patienten vereinen. Für die medizinischen Berichte setzt das SAPHIRE-Projekt einen weit verbreiteten Standard ein, der auch in vielen nationalen Gesundheitsfürsorge-Netzwerken genutzt wird. "Ich glaube, was SAPHIRE einzigartig macht, ist die halb automatische Verwendung medizinischer Leitlinien für Gesundheitsfürsorgeeinrichtungen", erklärt Mehmet Olduz. Diese Leitlinien basieren auf medizinischer Forschung und Erfahrungen und empfehlen den vernünftigsten Behandlungsweg, der in einer bestimmten Situation eingeschlagen werden sollte. SAPHIRE hat eine Funktion mit eingearbeitet, die diese Leitlinien automatisch und regelmäßig mit den Symptomen und den Vitalwerten des Patienten abgleicht. Dabei werden auch die Vertraulichkeit der Daten und die Privatsphäre des Patienten sichergestellt. Am SAPHIRE-Projekt sind sieben Partner aus der Türkei, aus Griechenland, Frankreich, Deutschland und Rumänien beteiligt. Es erhält etwas über 2 Millionen Euro an Finanzhilfen aus dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) der EU.

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