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ISDN und Regionalentwicklung

Der Ausschuß der Regionen (AdR) hat seine Stellungnahme zu zwei Vorschlägen der Europäischen Kommission für Ratsentscheidungen abgegeben; sie betreffen Leitlinien für die Entwicklung des ISDN zu einem transeuropäischen Netz sowie eine Gemeinschaftsaktion zum selben Thema. EUR...

Der Ausschuß der Regionen (AdR) hat seine Stellungnahme zu zwei Vorschlägen der Europäischen Kommission für Ratsentscheidungen abgegeben; sie betreffen Leitlinien für die Entwicklung des ISDN zu einem transeuropäischen Netz sowie eine Gemeinschaftsaktion zum selben Thema. EURO-ISDN ist ein Kommunikationsnetz, mit dem Daten einem breiten Publikum sehr kostengünstig bereitgestellt werden können. Die Einrichtung eines transeuropäischen ISDN-Telekommunikationsnetzes ist daher von vitalem Interesse für das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes, die Position Europas auf dem Weltmarkt, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft und die effiziente Zusammenarbeit mit den EWR-Mitgliedstaaten. ISDN ist bereits in acht Mitgliedstaaten auf dem Markt, doch sind die Dienste technisch nicht einheitlich angelegt; der Ausschuß zeigt sich besorgt über die negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb zwischen den Mitgliedstaaten. Nach Ansicht des Ausschusses sollten auch die Bürger als aktive Benutzer des EURO-ISDN berücksichtigt werden; dies betrifft beispielsweise den Aus- und Weiterbildungsbereich, den Finanzbereich und den Fremdenverkehr mit voraussichtlich weitreichende Folgen für Angebot und Nutzung. Der Ausschuß der Regionen betont, daß die ISDN-Investitionen auf regionaler Ebene rentabel sein müssen und daß den gewinnträchtigeren ISDN-Anwendungen Vorrang eingeräumt werden sollte. Randregionen muß Priorität beim ISDN-Zugang eingeräumt werden; ISDN-Systeme für die Allgemeinheit sind in die Anwendungsbereiche einzubeziehen.