Förderung von elektronischen Netzwerkprojekten
Elektronische Infrastrukturen stellen das Rückgrat der gesamten eScience dar. Sie reichen von Rechengittern, Datengittern, Sensorgittern bis hin zu gemeinschaftlich genutzten Geräten der wissenschaftlichen Forschung. Das Besondere an diesen Infrastrukturen ist, dass sie alle miteinander verbunden sind und Wissenschaftler sie von jedem beliebigen Standort aus nutzen können. Die Reflexionsgruppe für elektronische Infrastruktur (e-Infrastructures Reflection Group, e-IRG) ist nicht nur zuständig für die Koordination dieser Aktivitäten, sondern beseitigt auch Hürden, die die Wissenschaftler an der Nutzung dieser Infrastrukturen behindern. Diese Ansätze sollen nun durch beträchtliche EU-Fördermittel unterstützt werden. Die e-IRGSP2 wird im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) gefördert und ist das zweite Förderprogramm für die e-IRG-Gruppe. Das Projekt soll über einen Zeitraum von 36 Monaten mit 1,6 Millionen Euro bezuschusst werden. Ziel ist die Bereitstellung von Mitteln, um den Informationsfluss zwischen den Mitgliedern der e-IRG zu erleichtern und eine breitere Öffentlichkeit für die Aktivitäten der e-IRG zu interessieren. Dies soll sich besonders an Interessenvertreter von Innovationsbranchen richten, wie beispielsweise verschiedene Endverbraucher und Entwickler von elektronischen Infrastrukturtechnologien. Das Projekt IRGSP2 (e-Infrastructures Reflection Group Support Programme 2) beginnt am 1. Januar 2008 und ist darauf ausgerichtet, Mittel und Ressourcen für den Arbeitsfortschritt der e-IRG zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört die Koordination auf höchster europäischer Ebene für die Einführung einer gittergestützten Infrastruktur für eScience. Die e-IRG setzt sich aus offiziellen, durch ihre Ministerien ernannten Vertretern aller EU-Mitgliedstaaten und einer Reihe von assoziierten Ländern sowie Bewerberländern zusammen. Ursprünglich sollte die e-IRG Konsens in politischen Fragestellungen schaffen und optimale Verfahren für europaweite Bestrebungen im Bereich der Gitter- und Netzwerkforschung empfehlen. Die aus diesem Prozess hervorgehenden Entscheidungen und Politiken haben einen außerordentlichen Einfluss auf das Struktur-, Wettbewerbs- und Innovationspotenzial des Europäischen Forschungsraums. An dem Projekt e-IRGSP2 beteiligen sich acht europäische Projektpartner, und die Koordination übernimmt das finnische Informatikzentrum CSC. Das Projekt wird durch die Wissensdatenbank (Knowledge Base) der e-IRG unterstützt, die auch Informationen darüber bereitstellt, welche elektronischen Infrastrukturen sowohl in europäischen Ländern als auch auf europäischer Ebene verfügbar sind. Sie konzentriert sich auf Gitter und Infrastrukturen für Supercomputer. Die Wissensdatenbank führt Informationen aus verschiedenen Quellen innerhalb einer "Topic Map" zusammen, einer Übersicht über die gesamte elektronische Infrastrukturlandschaft Europas. Auf diese Weise unterstützt die e-IRG ihr Ziel, die Stärkung von Politik, Beratung und Beobachtung, sowie die Errichtung eines strategischen und administrativen Rahmens für den einfachen und kosteneffizienten gemeinsamen Zugriff auf verteilte elektronische Ressourcen in Europa (mit Hauptschwerpunkt auf Grid-Computing, Datenspeicherung und Netzwerkressourcen) über technologische, administrative und nationale Grenzen hinweg.