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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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G8-Minister versprechen mehr Förderung für Forschung zur Verminderung des CO²-Ausstoßes

Die Teilnehmer des Treffens der Wissenschafts- und Technologie-Minister der Gruppe der Acht (G8) versprachen eine höhere Förderung für Forschung, die zu einer Verringerung des CO²-Ausstoßes beiträgt. So steht es in der Zusammenfassung des Vorsitzes: "Wir sind zu größeren Inv...

Die Teilnehmer des Treffens der Wissenschafts- und Technologie-Minister der Gruppe der Acht (G8) versprachen eine höhere Förderung für Forschung, die zu einer Verringerung des CO²-Ausstoßes beiträgt. So steht es in der Zusammenfassung des Vorsitzes: "Wir sind zu größeren Investitionen in die Forschung und Entwicklung, sowohl bei der Grundlagenforschung als auch bei der angewandten Wissenschaft, für umweltfreundliche und saubere Technologien entschlossen. Außerdem fördern wir auch die Vermarktung durch direkte staatliche Förderung und steuerliche Anreize für Investitionen aus dem privaten Sektor." An dem Treffen, das am 15. Juni in Okinawa, Japan, stattfand, nahmen die Wissenschaftsminister der G8-Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich, Kanada, Japan, Russland und USA) und der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik, sowie Vertreter aus Brasilien, China, Indien, Mexiko, den Philippinen, der Republik Korea und Südafrika teil. Die Diskussion konzentrierte sich auf drei Teilbereiche: Wie kann man durch die internationale Kooperation in der Forschung einen geringeren CO²-Ausstoß erreichen?; die wissenschaftliche und technologische Kooperation mit Entwicklungsländern; die Kooperation bei den Ressourcen für Forschung und Entwicklung. Zum ersten Punkt hoben die Minister die wichtige Rolle von Forschung, Technologie und Innovation hervor, die diese bei der Bewältigung der Herausforderungen durch das Klima und die Sicherung der Energieversorgung haben. Sie haben weiterhin erkannt, dass die Effizienzsteigerung existierender Technologien nicht ausreicht, sondern dass man "fundamentale Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie" benötigen wird. Die Minister stellen fest, dass eine internationale Kooperation bei vielen Energietechnologien gefördert werden sollte. Dazu zählen Fusionsenergie (die Inhalt des ITER-Projekts ist), CO²-Abscheidung und -Speicherung und die Entwicklung neuer Technologien, mit deren Hilfe die Herstellung von Biokraftstoffen aus nicht essbarem Pflanzenmaterial möglich wird. "Das sollte Priorität haben", konstatiert die Zusammenfassung des Treffens. Zur Forschung mit Entwicklungsländern erreichten die Teilnehmer den Konsens, dass "der Fortschritt von Wissenschaft und Technologie in den Entwicklungsländern entscheidend für ihre nachhaltige Entwicklung ist". Die Minister erkennen an, dass Bildung und die Schaffung neuer Kapazitäten die wichtigste Hilfe für Entwicklungsländer beim Angehen ihrer Herausforderungen darstellen. Sie schlagen als eine Möglichkeit der Schaffung neuer Kapazitäten vor, dass Forscher aus Entwicklungsländern enger mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen der G8 zusammenarbeiten. Um ein Brain Drain zu vermeiden, müsse es jedoch auch Anreize für die Wissenschaftler geben, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Im Oktober 2008 wird in Japan ein Workshop zum Thema Kooperation zwischen G8 und Entwicklungsländern im Bereich Wissenschaft und Technologie stattfinden. Die Minister diskutierten auch die Nutzung von Forschungsquellen. Die Minister stellen fest, dass es bei der Schaffung großer Forschungsinstitute wichtig ist, Verdopplungen zu vermeiden. Deshalb stimmten sie zu, "wenn möglich Informationen zu Existenz und Zugänglichkeit von Forschungseinrichtungen auszutauschen. Außerdem soll auch jedes Land Größe, Priorität und Zeitplan geplanter zukünftiger Forschungseinrichtungen mitteilen." Die Teilnehmer des Treffens diskutierten außerdem über die Wichtigkeit der Mobilität der Wissenschaftler. Besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Konzept der "Brain Circulation", bei der G8-Staaten einen Wissenschaftler-Austausch mit Entwicklungsländern organisieren. Die Ergebnisse von Okinawa werden im Juli auf dem G8-Gipfel in Hokkaido, Japan vorgestellt. Unterdessen hat die zukünftige G8-Präsidentschaft Italien ein weiteres Treffen der G8 Wissenschafts- und Technologieminister im Jahr 2009 angekündigt.

Länder

Brasilien, Kanada, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, Südkorea, Mexiko, Philippinen, Russland, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, Südafrika