Verbesserung der Luftqualität in europäischen Städten
Im Oktober 1990 unterbreitete die schweizerische Delegation dem Ausschuß hoher Beamter (COST-Ausschuß) einen neuen Programmvorschlag, der sich mit den Möglichkeiten von Wissenschaft und Forschung zur Verbesserung der Luftqualität in europäischen Städten befaßte. Nach einem Vorbereitungs-Workshop mit internationaler Beteiligung im Oktober 1991 in Luzern wurde das Programm CITAIR Anfang 1992 vom COST-Ausschuß gebilligt. Die folgenden vier Aktionen erhielten grünes Licht: - COST 615 "Database, Monitoring and Modelling of Urban Air Pollution" (Ermittlung, Überwachung und Modellierung der städtischen Luftverschmutzung); - COST 616 "Mobile Sources of Air Pollution in Urban Areas" (Mobile Luftverschmutzungsquellen im städtischen Raum); - COST 617 "Stationary Sources of Air Pollution in Urban Areas" (Stationäre Luftverschmutzungsquellen im städtischen Raum); - COST 618 "Institution Building and Information Policy in the Field of Urban Air Quality" (Strategien zum Aufbau von Einrichtungen und zur Verbreitung von Informationen im Bereich städtische Luftqualität). Das CITAIR-Programm veranschaulicht, daß nicht die Luftverschmutzung im allgemeinen untersucht werden muß, sondern Initiativen und Bekämpfungsstrategien vor Ort. Das Programm weist folgende Besonderheiten auf: - Thematisierung der Luftverschmutzung im städtischen Raum; - Förderung der Neubesinnung auf eigene Möglichkeiten in den strukturschwachen Regionen Europas sowie der Zusammenarbeit mit den stärker entwickelten Ländern im Norden und Westen Europas (Hilfe zur Eigenständigkeit und zur Selbsthilfe). - Suche nach Konsens unter den Wissenschaftlern als Ziel für die Zusammenarbeit zwischen fortschrittlichen Ländern im Norden und Westen Europas;. Alle vier COST-CITAIR-Aktionen sind im Mai 1993 angelaufen, und zwar mit Unterzeichnung der Absichtserklärung durch Dänemark, Griechenland, Frankreich, die Schweiz und Großbritannien.