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Vorbereitende Maßnahmen im Bereich Sprachtechnik

Am 15. März 1994 wurde ein Aufruf zu Vorschlägen im Bereich Sprachtechnik (Language Engineering) veröffentlicht (ABl. Nr. S 51 vom 15.3.1994), der folgende Ziele setzt: - Förderung der aktiven Anwenderbeteiligung an FTE-Projekten; - Erstellung besonderer Nutzungsprofile und ...

Am 15. März 1994 wurde ein Aufruf zu Vorschlägen im Bereich Sprachtechnik (Language Engineering) veröffentlicht (ABl. Nr. S 51 vom 15.3.1994) der folgende Ziele setzt: - Förderung der aktiven Anwenderbeteiligung an FTE-Projekten; - Erstellung besonderer Nutzungsprofile und Anwendungsszenarien mit sprachtechnischem Bezug zum TELEMATICS-Programm des 4. Rahmenprogramms (1994-1998); - Schaffung der Grundlagen für künftige Projekt-Cluster. Insgesamt wurden 95 Projektvorschläge eingereicht. Sie wurden Anfang Juni einer technischen Bewertung unterzogen und in folgende Kategorien eingeteilt: - Universitäten und Forschungszentren ohne Erwerbscharakter: 228 (45%); - Unternehmen der Informationstechnik, einschließlich Klein- und Mittelbetriebe: 162 (32%); - sonstige Stellen, einschließlich Behörden und öffentliche Versorgungsunternehmen: 69 (14%); - Privatsektor ohne IT-Industrie: 46 (9%). Die Mittel (Projektpartner und Europäische Gemeinschaft) verteilen sich nach Kategorien wie folgt: - Universitäten und Forschungszentren (100% der zusätzlichen Kosten): 39%; - Privatsektor und Anwenderorganisationen (50% der zusätzlichen Kosten): 61%. Der Erfassungsbereich des Aufrufs war zwar eingeschränkt, aber dennoch fand er sehr starkes Interesse bei der Privatwirtschaft und führenden IT-Unternehmen, Dienstanbietern und Netzbetreibern, mittelständischen Spezialunternehmen im Bereich Sprachtechnologie und Sprachdatenverarbeitung, ferner bei Anwenderorganisationen, (Verwaltungen und öffentliche Versorgungsunternehmen, Dienstleistungs- und Fertigungsindustrie, Verlage u.a.). 15 Vorschläge erhielten schließ´lich den Zuschlag (EU-Beitrag: insgesamt 4,5 Mio. ECU); sie betreffen Anwendungsbereiche von zentraler Bedeutung: sprechende Server für die Beantwortung telefonischer Anfragen, Arbeitsstationen für Texter und technische Autoren in der Luft- und Raumfahrt- sowie in der Automobilindustrie, Dokumentenmanagement- und Berichterstellungssysteme für das Gesundheitswesen, rechnergestützter Fremdsprachenerwerb, Zugang zu und Navigation in umfangreichen Text- und Multimediabeständen usw. Andere wichtige Projekte befassen sich mit koordinierten Vorbereitungsmaßnahmen für wiederverwendbare Sprachressourcen, vornehmlich Textsammlungen in geschriebener und gesprochener Sprache (Korpora), Lexika und Terminologiedatenbanken, sowie mit den zugehörigen Leitlinien für die Kodierung und den Austausch von Sprachwissen und -daten. 13 Projekte sollen bereits im November 1994 anlaufen. (Zwei Konsortien entschieden sich bei den Vertragsverhandlungen für ein gemeinsames Projekt, ein anderer Vorschlag wird durch Ausbau eines laufenden Sprachtechnikprojekts verwirklicht(EAGLES).) Die durchschnittliche Projektlaufzeit beträgt elf Monate. Im Oktober 1995 findet ein öffentlicher Workshop im Rahmen der "Language Engineering Convention and Exhibition 1995" statt; dort werden die Ergebnisse und Pläne der Konsortien vorgestellt und erörtert. Im Textfeld (TXT) dieser Nachricht sind die 13 ausgewählten Projekte kurz aufgeführt.