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Weißfleischiges Obst und Gemüse sind gut für den Körper

Je mehr Obst und Gemüse man ist, vor allem weißfleischige Leckereien, umso besser schützt man seinen Körper vor einem Gehirnschlag. Dies sind die Ergebnisse einer niederländischen Studie, die in der Zeitschrift Stroke: Journal of the American Heart Association vorgestellt wurd...

Je mehr Obst und Gemüse man ist, vor allem weißfleischige Leckereien, umso besser schützt man seinen Körper vor einem Gehirnschlag. Dies sind die Ergebnisse einer niederländischen Studie, die in der Zeitschrift Stroke: Journal of the American Heart Association vorgestellt wurden. Die Studie wurde teilweise durch das europäische Programm "Europa gegen den Krebs" finanziert. Es ist allgemein bekannt, dass der Verzehr von Obst und Gemüse das Schlaganfallrisiko senkt. Vergangene Studien haben sich auf die präventiven Eigenschaften von Obst und Gemüse konzentriert, insbesondere auf den Nährwert und die Merkmale des Nahrungsmittels. Dazu gehören auch Pflanzenfarbe, essbare Teile, botanische Gattung und die Möglichkeit, Antioxidantien zu liefern. Doch diese neueste Studie geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Zusammenhänge zwischen der Obst- oder Gemüsefarbe und Gehirnschlag untersuchen. Die Farbe des essbaren Teils von Obst und Gemüse weist auf die Präsenz wohltuender Pflanzenstoffe hin. Dazu gehören auch Karotenoide und Flavonoide. Forscher der Abteilung für menschliche Ernährung an der Universität Wageningen und des nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (National Institute for Public Health and the Environment) in den Niederlanden untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst- und Gemüse aus verschiedenen Farbgruppen und dem Vorkommen von Schlaganfällen im Zehnjahresverlauf in einer Populationsstudie, an der 20.069 Erwachsene teilnahmen. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 41 Jahren. Kein Proband litt bei Studienbeginn unter einer Herzkreislauferkrankung. Alle Probanden füllten einen 178 Punkte umfassenden Fragenkatalog zum Lebensmittelkonsum der vergangenen Jahre aus. Das Team teilte Obst und Gemüse in vier Farbgruppen ein: grün (dunkle Gemüsesorten, Kohl und Blattsalate); orange/gelb (Zitrusfrüchte); rot/lila (rote Gemüsesorten); sowie weiß (davon 55% Äpfel und Birnen). Die Forscher dokumentierten 233 Schlaganfälle im Laufe der zehnjährigen Beobachtungszeit. Ein Zusammenhang zwischen grünem, orange/gelben und rot/lila-farbigem Obst und Gemüse und Schlaganfall wurde nicht erkannt. Sie entdeckten einen 52%igen Rückgang des Schlaganfallrisikos bei Probanden, die einen hohen Anteil an weißem Obst und Gemüse verzehrten im Vergleich zu anderen Probanden, die geringere Mengen derselben Obst- und Gemüsesorten zu sich nahmen. Dem Team zufolge sinkt das Schlaganfallrisiko um jeweils 9% pro 25 Gramm zusätzlich gegessenem weißem Obst und Gemüse. Ein durchschnittlicher Apfel wiegt 120 Gramm. "Um einem Schlaganfall vorzubeugen ist es sinnvoll, große Mengen an weißem Obst und Gemüse zu verzehren", sagt Leitautorin Linda M. Oude Griep, Postdoktorandin in menschlicher Ernährung an der Universität Wageningen. "So ist etwa ein Apfel pro Tag ein einfacher Weg, um die tägliche Aufnahme von weißem Obst und Gemüse zu erhöhen. Doch andere Farbgruppen von Obst und Gemüse können gegen andere chronische Krankheiten schützen. Deshalb ist es auch weiterhin wichtig, viel Obst und Gemüse zu essen." Sowohl Äpfel wie Birnen enthalten viele Fasern und Quercitin, ein Flavonoid, das in der Natur weit verbreitet ist. Andere weißfleischige Nahrungsmittel, die in der Studie berücksichtigt wurden, waren Bananen, Blumenkohl, Zichorien und Gurken. Das Studienteam ordnete die Kartoffel als eine Stärke ein. Die Forscher sagen, dass trotz der Ergebnisse noch weitere Forschungen durchgeführt werden müssen, um die Erkenntnisse zu erhärten. Oude Griep: "Es könnte noch verfrüht sein, das Ärzte ihren Patienten anraten, ihre Ernährungsgewohnheiten aufgrund dieser ersten Erkenntnisse zu verändern." In einem begleitenden Artikel heißt es außerdem, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren seien, da Fragebogen zum Lebensmittelkonsum keine zuverlässigen Informationen liefern könnten.Weitere Informationen finden Sie unter: Universität Wageningen http://www.wur.nl/UK/ Stroke: Journal of the American Heart Association veröffentlicht: http://stroke.ahajournals.org/ Programm Europa gegen den Krebs: http://ec.europa.eu/health/major_chronic_diseases/diseases/cancer/index_en.htm

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Niederlande

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