Kommission genehmigt Förderung von "Telecities"
"Telecities" heißt eine europaweite Initiative für Telematikanwendungen im städtischen und ländlichen Raum, die von der Kommission im 4. Rahmenprogramm unterstützt wird. "Telecities" soll helfen, Telematikanwendungen zu entwickeln, die zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt und somit zur Erneuerung von Stadtgebieten beitragen. Für Telematikprojekte für den städtischen und ländlichen Raum stehen etwa 50 Mio. ECU bereit. Der Bedarf nach stadtbezogener Telematik erstreckt sich auf mehrere Bereiche des Telematikprogramms, z. B. Gesundheitsfürsorge, Aus- und Weiterbildung, Verkehr und Bibliotheken. Weitere 150 Mio. ECU dürften von der Kommission für sektorübergreifende Integrations- und Validierungsprojekte im Rahmen des Konzepts "Telematics Application Sites" (Standorte für Telematikanwendungen) bereitgestellt werden. Der erste Aufruf zu Vorschlägen ergeht voraussichtlich am 15. Dezember 1994 (Annahmeschluß: 15. März 1995). Der nächste Aufruf erfolgt dann voraussichtlich im September 1995, der dritte im September 1996. Der im April 1994 gebildete Lenkungsausschuß für "Telecities" hatte der Europäischen Kommission (GD XIII) im Juni 1994 einen Finanzierungsvorschlag unterbreitet; dieser Vorschlag wurde nun angenommen. Die Aktion begann formal am 1. Oktober 1994; die Laufzeit ist auf ein Jahr begrenzt; insgesamt stehen 973,500 ECU dafür bereit. Die Mittel werden teils von der GD XIII (ECU 700,000), teils von den Mitgliedern des Lenkungsausschusses, Eurocities sowie durch Mitgliedsbeiträge aufgebracht (ECU 273,500). Die Mitgliedschaft in "Telecities" steht allen europäischen Städten offen (unabhängig von deren Größe). Die Mitgliedschaft ermöglicht allen Städten, mit Mitteln der Telematik Schritte zu unternehmen, um die politischen Entscheidungen hinsichtlich wirtschaftlicher und sozialer Fragen zu beeinflussen.