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Inhalt archiviert am 2023-03-09

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Genauere Behandlung von Verbrennungsopfern dank einer neuen Smartphone-App

Ein Kriegsveteran hat eine Smartphone-Anwendung entwickelt, durch die Verbrennungsopfer auf der ganzen Welt eine bessere und wirksamere Behandlung erhalten könnten. Nachdem er in der Sanitätseinheit der Royal Army gedient hatte, studierte Chris Seaton aus dem Vereinigten Kön...

Ein Kriegsveteran hat eine Smartphone-Anwendung entwickelt, durch die Verbrennungsopfer auf der ganzen Welt eine bessere und wirksamere Behandlung erhalten könnten. Nachdem er in der Sanitätseinheit der Royal Army gedient hatte, studierte Chris Seaton aus dem Vereinigten Königreich Informatik an der Universität Manchester, wo er diese iPhone- und iPad-Anwendung - oder "App" entwickelte. Bei einer Verbrennung hängt das Überleben von der Aufnahme der richtigen Menge an Flüssigkeiten ab, und die Ärzte müssen in der Regel sehr schnell eine Reihe von Berechnungen machen, um zu beurteilen, welche Flüssigkeitsmenge im Einzelfall ideal ist. Allerdings kann diese Methode zeitaufwendig und mit einer hohen Fehlerquote verbunden sein. Vor diesem Hintergrund wollte Chris Seaton eine App entwickeln, die Menschenleben retten kann und schwere Entstellung verhindert, indem einfach die Fehlermöglichkeit bei der Behandlung von Verbrennungsopfern reduziert wird - sowohl in Kampf- als auch zivilen Situationen. Diese Anwendung namens "Mersey Burns" ermöglicht schnelle und präzise Berechnungen. Das Forscherteam, das an der Anwendung gearbeitet hat, führte Tests durch, mit denen nachgewiesen wurde, dass Mersey Burns die Fehler, die bei der traditionellen Methode durch Dritte vorkommen, reduziert. Chris Seaton hatte die Idee zur Entwicklung dieser Anwendung nachdem er Zeuge schrecklicher Verbrennungsverletzungen von Kameraden während seiner vierjährigen Zeit in der Armee geworden war, davon sieben Monate in Afghanistan. Der Benutzer muss lediglich die verbrannte Hautfläche des Patienten auf dem Computer-Modell eines Torsos auf dem Touchscreen-Handy farbig markieren und das Alter der Person und das Gewicht eingeben. Die App berechnet dann die genaue Menge an Flüssigkeit, die der Patient benötigt. Diese Anwendung ist nicht nur genau sondern sie kann auch überall eingesetzt werden. Sogar Soldaten in entlegenen Kampfzonen wären damit in der Lage, einem Kameraden erste Hilfe zu leisten. "Hier besteht eine große Möglichkeit für eine wirklich innovative Technologie, indem kleine Touch-Screen-Geräte mit Medizin kombiniert werden", kommentiert Chris. "Selbst einfache Ideen können etwas bewirken und alles was man braucht ist ein Arzt, der sich mit einem Informatiker zusammensetzt und diese verwirklicht." Die Forscher erklären, dass die App von Ärzten im Notdienst verwendet werden könnte, um für jemanden, der bei einem Brandopfer Hilfe leistet und keinen Zugang zu dieser Anwendung hat, die benötigte Flüssigkeitsmenge zu berechnen. Der Kliniker des Projekts, Rowan Pritchard Jones: "Durch Mersey Burns wird die Verschreibung von Flüssigkeiten für Verbrennungsopfer genauer und schneller. Es benutzt die Touchscreen-Handy-Technologie, die die meisten Ärzte bereits mit sich in der Tasche tragen." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation(WHO) gibt es über 195 000 Todesfälle weltweit pro Jahr allein durch Brände, und diese Zahl berücksichtigt nicht die unkalkulierbare Zahl der Todesfälle, die jedes Jahr durch Verbrühungen, elektrische Verbrennungen und andere Formen der Verbrennung hervorgerufen werden. Über 95% der tödlichen Verbrennungen treten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen auf. Auf Südostasien allein entfallen etwas mehr als die Hälfte aller Todesfälle durch Verbrennungen weltweit, wobei Frauen aus dieser Region am stärksten gefährdet sind. Für diejenigen, die ein Feuer überleben, sind die Chancen, mit einer lebenslangen Behinderung oder Entstellung zu leben sehr hoch. In Ländern mit hohem Einkommen wurden beachtliche Fortschritte bei der Senkung der Verbrennungstode durch Präventionsstrategien und Verbesserungen in der Behandlung und Pflege von Brandopfern - wozu auch diese neue Anwendung gehört - erzielt. In Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen sind derartige Fortschritte in Prävention und Pflege allerdings nicht so weit verbreitet.Weitere Informationen finden Sie unter: University of Manchester: http://www.manchester.ac.uk/(öffnet in neuem Fenster)

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